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Gold im Auge des Sturms

Die Edelmetallpreise kamen zuletzt unter Druck; der „Reddit-Effekt“ hat sich als Strohfeuer, als nicht dauerhaft erwiesen. Auch die anhaltende Geldflut hat die Preise für Gold und Silber nicht weiter in die Höhe gespült. Trotzdem ist Dr. Thorsten Polleit, Chefvolkswirt Degussa, optimistisch.

Thorsten Polleit, Chefvolkswirt beim Goldhändler Degussa
Dr. Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH
© Degussa

"Der aufwertende US-Dollar, auch das leichte Anziehen der US-Zinsen hat dem Goldpreis zugesetzt; und nicht zuletzt auch die Hoffnung auf den Finanzmärkten, dass der Coronavirus und die damit verbundene politisch diktierte Lockdown-Krise bald überwunden sein werden", führt Dr. Thorsten Polleit, Chefvolkswirt Degussa Goldhandel GmbH, aus. Investoren, die mit einem langen Horizont von drei, fünf oder mehr Jahren operieren, sollten sich davon jedoch nicht entmutigen lassen.

Zunehmende Geldmenge und steigender Goldpreis gehen Hand in Hand
Die Grafik zeigt, warum mn den Mut bewahrensollte. Aus Sicht von Degussa Goldhandel ist Gold nach wie vor nicht „zu teuer“, anders noch als in der Phase Ende 2009 bis etwa 2014.

Quelle: Refinitv, Degussa Goldhandel

Nachkauf anzuraten
Es gebe gute Gründe zu vermuten, dass der Goldpreis auch künftig die Entwicklung der weltweiten Geldmengen nachzeichnen werde, so Thorsten Polleit weiter. "Und die Geldmengen werden weiter anwachsen. So gesehen ist die Preiskorrektur eine Gelegenheit für Langfristanleger, um Gold und Silber einkaufen zu können." Denn auch wenn die Konjunkturen im laufenden Jahr sich erholen sollten – die Probleme in der internationalen Geld- und Kreditarchitektur seien nur noch größer geworden, und die Zentralbanken seien dabei, sie mit einer Politik der Kaufkraftentwertung des Geldes zu überdecken. 

Auge des Sturms
Die momentane Ruhe, vor allem die steigenden Aktien- und Häuserpreise, hat so gesehen etwas von einer Situation im „Auge des Sturms“.

In die Zukunft geblickt
Die Chancen stehen sehr gut, dass das Gold auch im Durchschnitt der kommenden Jahre besser abschneiden wird als der Euro, sagt Polleit. Und auch den Investoren, die weiterhin im Aktienmarkt investiert bleiben wollten, sei das Halten von Gold als Teil der liquiden Mittel, als „Versicherung“, zu empfehlen. (kb)

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