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Gold: Bergbautitel eine attraktive Option

Der seit Ende 2018 abgeschlossenen letzten Zinserhöhungszyklus der Fed anhaltende Gold-Bullenmarkt hat eine Korrektur verzeichnet. Liegen die US-Wahlen hinter uns, dürften klare haushaltspolitische Entscheidungen in Kombination mit neuen Anleihekäufen der Fed der Goldmarkt-Hausse neue Nahrung geben.

Norman Villamin, CIO der Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP)
Norman Villamin, CIO Wealth Management und Head of Asset Allocation bei Union Bancaire Privée, sagt „Strikte Kostenkontrolle und die Goldmarkt-Hausse lassen bei erstklassigen Produzenten auf steigende Dividenden sowie Übernahmen mit hohem Wertschöpfungspotential hoffen.“ 
© UBP

"In der Übergangsphase empfiehlt es sich für Anleger, die ihre Goldpositionen ausbauen möchten, über den Tellerrand zu schauen und neben einer Anlage in physisches Gold auch Papiere der Goldminenbetreiber in Betracht zu ziehen", sagt Norman Villamin, CIO Wealth Management und Head of Asset Allocation bei Union Bancaire Privée – UBP, der die aktuelle Lage des Gold-Marktes und die Aussichten für Investitionen in Goldproduzenten beleuchtet. 

Hausaufgaben längst gemacht
Die Minenbetreiber hätten schon während der letzten Baisse ihre Hausaufgaben in puncto Fundamentaldaten gemacht und profitierten schon jetzt von Positiveffekten, die sich in den nächsten Monaten und Jahren im Gewinnwachstum niederschlagen würden. 

Gesunde Korrektur
„Die in den vergangenen Wochen zu beobachtende Korrektur ändert nichts an unserer Überzeugung, dass die langfristige Goldmarkthausse ungebrochen ist. Sie dürfte Anfang 2021 mit neuen Impulsen in ihre nächste Etappe gehen“, so Norman Villamin. „Mit der kleinen Verschnaufpause bietet sich für Anleger die Gelegenheit, ihre Positionen im Edelmetall nach dem Höhenflug des Goldpreises auszubauen. Gleichzeitig ist nun ein guter Zeitpunkt, um den Bergbausektor genauer unter die Lupe zu nehmen. Dieser dürfte neben dem Goldpreis auch von einer Reihe anderer positiver Faktoren profitieren.“

Kosten im Rückwärtsgang
Historisch betrachtet, sorgen niedrige Energiepreise und sinkende Produktionskosten in Lokalwährung dafür, dass die Kosten für Goldproduzenten um ganze 13 Prozent auf 900 US-Dollar je Unze und damit auf ein Niveau sinken, das mehr als 50 Prozent unter dem aktuellen Gold-Kassakurs liegt. Abgesehen davon dürfte die Wiedereröffnung der im ersten Halbjahr wegen COVID-19 geschlossenen Bergwerke Ende Juli und im August das Produktionsvolumen wieder steigen lassen. Dieses könnte ein Niveau erreichen, mit dem die Branche an die für die gegenwärtige Zyklusphase typisch hohen Margen anknüpfen kann. Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal dürfte in den kommenden Wochen auch beim Gewinnwachstum eine neue Runde einläute, meint Norman Villamin.

Höhere Dividenden im Visier, dazu mehr M&A-Tätigkeit
Villamin fährt fort: „Folglich profitieren Anleger mit Goldproduzenten einerseits von dem voraussichtlich Anfang 2021 wieder an Dynamik gewinnenden Bullenmarkt. Angesichts der in den nächsten Quartalen steigenden Volumina kommen ihnen andererseits ein kurzfristiger Gewinnkatalysator sowie langfristige Positiveffekte durch höhere Dividenden und ertragssteigernde M&A-Transaktionen zugute.“ (kb)

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