Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Ad

Technologien der nächsten Generation am 4. Juni in Frankfurt

Dietrich Matthes, Partner bei Quantic Financial Solutions, stellt ein globales quantitatives Fundamental-Modell vor und vergleicht das aktuelle Marktumfeld mit einem Stress-Szenario. Melden Sie sich gleich an und erfahren Sie mehr!

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Gier: Hedgefonds jammern, dass es "zu wenige" griechische Aktien gäbe

Für einige Hedgefondsverantwortliche ist es eine "griechischen Tragödie": Sie wollen mehr Exposure in Griechenland, finden aber zu wenige Aktien zum Kaufen vor. Eine von dieser "Tragödie" betroffene Gesellschaft ist Amber Capital.

tragdie_c___victor_moussa____adobestock_175521733-001.jpg
© Victor Moussa / stock.adobe.com

Amber Capital ist für Griechenland so bullish, dass die Hedgefondsgesellschaft sich nur wünscht, es gebe mehr Aktien, die sie kaufen könnte. "Ich bin sehr optimistisch bezüglich der griechischen Wirtschaft", sagte Joseph Oughourlian, der den Vermögensverwalter 2005 gegründet hat, in einem Bloomberg-Interview. „Es hat alle Katalysatoren im umgekehrten Sinn gegenüber vielen Ländern - nicht nur in Europa, auch im Rest der Welt. Der Populismus ist zurückgegangen, die Wirtschaft hat eine sehr, sehr starke Basis, sie hat unglaublich starke Fundamentaldaten.“

Griechenland ist für Spekulanten eine Wette wert
Oughourlian gehört zu den bullishen Investoren, die darauf wetten, dass Griechenland nach Jahren der Rezession im Zusammenhang mit der Euroraum-Schuldenkrise, der Sparpolitik und der Auseinandersetzungen mit der Europäischen Union sich mitten in einem atemberaubenden Aufschwung befindet. Seit Jahresbeginn ist die griechische Aktienbenchmark um 17 Prozent gestiegen, sie steuert auf den besten Jahresauftakt seit zwei Jahrzehnten zu und übertrifft den Zuwachs von zwölf Prozent bei europäischen Aktien. Letztes Jahr verzeichnete das Land das stärkste Wirtschaftswachstum seit 2007, und es wird zunehmend spekuliert, dass die marktfreundlichere Opposition bereits im Mai die populistische Syriza ablösen könnte.

Nachdem Oughourlian griechische Banken meidet, steht er vor dem Problem, dass nicht mehr viele heimische Werte in Frage kommen. Er kaufte Aktien vom Telekommunikationsunternehmen OTE (plus 6 Prozent im vergangenen Jahr), dem Mischkonzern Ellaktor (minus 2,3 Prozent) und der Athener Börse (minus 12 Prozent).

Amber Capital, das ereignisgetriebene Strategien sowie Bottom-up-Strategien verfolgt und sich auf Südeuropa spezialisiert hat, vertrat bereits in der Vergangenheit häufiger eine konträre Meinung zu der Region. Anfang letzten Jahres war Oughourlian auch bullish für Italien. Jedoch sind die Aktienkurse dort angesichts der wachsenden Schuldenlast und des schleppenden Wachstums des Landes seitdem eingebrochen. Er lehnte es aus Compliance-Gründen ab, sich zu den Erträgen zu äußern.

Auch Marathon AM hat sich positioniert
Amber ist nicht der einzige Fonds, der Griechenland bevorzugt. Marathon Asset Management erklärte in einer Analyse von Ende Februar 2019, dass das Land immer noch "eine bedeutende Wertchance" biete, obwohl die Konjunkturerholung länger auf sich warten lässt.

Rentenmarkt hat sich beruhigt, Aktienmarkt noch im Tal der Tränen

Abwärtsrisiken gestiegen
Natürlich gäbe es ein paar Dinge, die das Bild trüben. Die Regierung hat sich bei einigen Wirtschaftsreformen Zeit gelassen, was bei den Gläubigern Besorgnis weckte. Der Internationale Währungsfonds sagte erst unlängst, dass die griechischen Banken mehr Kapital benötigen und die Abwärtsrisiken gestiegen sind. Zur Orientierung: In den letzten zehn Jahren ist der Athens Stock Exchange Index um rund 60 Prozent gefallen, während der Stoxx Europe 600 um mehr als 110 Prozent zulegt hat. (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen