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Gewinner sehen anders aus.....

Der US-chinesische Handelskonflikt dürfte US-Verbraucher und –Unternehmen noch länger belasten. Handelskriege sind selten gut und nie leicht zu gewinnen. Stattdessen verursachen sie sowohl kurzfristige Schmerzen als auch langfristige Schäden, und zwar auf allen Seiten.

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© Corona Borealis / stock.adobe.com

 Es dauert jedoch oft eine Weile, bis sich ihre volle Wirkung in der Handelsstatistik zeigt. Wie der Chart der DWS zeigt, haben sich die chinesischen Exporte in die USA seit Beginn der Einführung von Zöllen durch beide Länder im Juli 2018 recht gut behauptet. Sie sind immer noch acht Prozent höher als zu dem Zeitpunkt, als Präsident Trump sein Amt antrat. Die US-Exporte nach China hingegen sind seit Beginn der Feindseligkeiten eingebrochen und liegen acht Prozent niedriger als im Januar 2017.

Handelszahlen zwischen USA und China

Wie ist das erklärbar?
In den letzten 20 Jahren hat sich China zu einem dominierenden Produzenten entwickelt, nicht nur bei einer Vielzahl von Konsumgütern wie Kleidung, Spielzeug und Elektronik, sondern auch bei zahlreichen Zwischengütern. Dazu gehören sowohl Gesichtsmasken als auch die aktiven Wirkstoffe in vielen pharmazeutischen Produkten, wie die Welt seit Beginn der Covid-19-Pandemie erfahren hat.

Abhängigkeiten verringern zu wollen, erscheint durchaus sinnvoll
Dies kann geschehen, indem man beispielsweise die Selbstversorgung mit wesentlichen Gütern im eigenen oder in befreundeten Ländern ausbaut. Die Verlagerung der Produktion aus China heraus erfordert jedoch viel Zeit und Investitionen. Aufgrund der Kostenvorteile durch hohe Absatzzahlen wurden die Weltmarktpreise vieler Güter zunehmend in China bestimmt. Wie der Economist kürzlich beschrieb, gibt es bereits Anzeichen dafür, dass die US-Importe aus anderen Ländern Südostasiens aufgrund von Produktionsverlagerungen aus China zunehmen.  Es ist aber ein langsamer und schwieriger Prozess, bei dem voraussichtlich die US-Verbraucher die Rechnung über höhere Preise bezahlen dürften.

USA hauptsächlich Rohstoffexporteur
Im Gegensatz dazu exportieren die USA hauptsächlich Rohstoffe wie Öl (wo China in kurzer Zeit neue Lieferanten finden konnte) und höherwertige Waren und Dienstleistungen. Letztere leiden unter verschärften Exportkontrollen für US-Technologie, wodurch US-Unternehmen als unzuverlässige Lieferanten gesehen werden könnten. Ob solche Maßnahmen Präsident Trump bei der Kandidatur zur Wiederwahl politisch helfen werden, bleibt abzuwarten. Selbst wenn er verlöre, dürfte der Schaden aus den Handelskriegen aber noch lange nachwirken, meinen die Experten der DWS Group in ihrer Analyse. (kb)

 

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