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Geschäftigste M&A-Saison: keine Weihnachtsruhe für Dealmaker

Für Dealmaker ist Weihnachten 2020 ausgefallen. In den letzten beiden Wochen des Jahres wurden weltweit 2.496 Transaktionen angekündigt, zeigen Bloomberg- Daten. So viele Deals gab es den Daten zufolge noch nie innerhalb dieser festlichen 14 Tage.

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© Creativa Images / stock.adobe.com

In diesem Zeitraum wurden Deals im Wert von mehr als 187 Milliarden US-Dollar angekündigt - angeführt von der Buyout-Firma Thoma Bravo, die den Immobiliensoftwarehersteller RealPage  für 9,6 Milliarden US-Dollar erwirbt. Zudem kündigte Dyal Capital Partners an, mit Owl Rock Capital Partners zu fusionieren und so einen Asset Manager mit einem verwalteten Vermögen von 45 Milliarden US-Dollar zu bilden. Lockheed Martin vereinbarte derweil die Übernahme von Aerojet Rocketdyne Holdings für 4,4 Milliarden US-Dollar, um seine Raumfahrtsparte zu  erweitern.

Gut gefüllte Deal-Pipeline
“Die Deal-Aktivität in der Weihnachtszeit setzt den Hochlauf fort, der im dritten Quartal 2020 zu beobachten war, und spiegelt die aufgestaute Kapazität wider, die sich seit einiger Zeit aufgebaut hat”, sagte Selina Sagayam, eine Partnerin der Anwaltskanzlei Gibson Dunn & Crutcher, gegenüber Bloomberg.

Deal-Höhepunkt der letzten 20 Jahre
Wie die nachstehende Grafik belegt, gab es in dem 14-tägigen Zeitfenster in den letzten 20 Jahren noch nie so viele M&A-Deals wie in 2020. Weihnachtsruhe sieht anders aus.

Blankoscheck-Unternehmen (SPACVs) waren weiterhin aktiv
So schließt sich die Boutique-Beratungsfirma Perella Weinberg Partner für ihren Börsengang mit einem SPAC-Vehikel zusammen, das von der Finanzunternehmerin Betsy Cohen gesponsort wird. In Großbritannien vereinbarte Waterland Private Equity für 1,1 Milliarden Pfund den Kauf der Priory Group, einer Kette von psychiatrischen Einrichtungen, die für die Suchtbehandlung von Prominenten bekannt ist.

Banker können allerdings nicht sagen, dass sie nicht vorgewarnt wurden
Dirk Albersmeier, Co-Leiter für globale Fusionen und Übernahmen bei J.P. Morgan, hatte Anfang Dezember gesagt, dass die Deal-Aktivität über Regionen und Sektoren hinweg zunimmt und es keine lange Weihnachtspause für Berater geben dürfte. Der Jahresendspurt folgte auf ein geschäftiges zweites Halbjahr, in dem die Dealmaker wieder den Großteil des Bodens zurückeroberten, der Anfang des Jahres durch die Coronavirus-Pandemie verloren gegangen war. Angesichts des Starts der Covid-19-Impfungen und der Einigung auf ein lang ersehntes Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU wird erwartet, dass Käufe und Verkäufe von Unternehmen auch im neuen Jahr robust bleiben werden.

Abgeschwächter Double-Dip-Faktor
“Der Double-Dip-Faktor aus Pandemie und Brexit, der 2020 heimgesucht hat, ist nun abgeschwächt”, sagte Sagayam aus London. “Das ist sicherlich ein gutes Zeichen für die allgemeine Marktstimmung und insbesondere für Fusionen und Übernahmen zu Beginn des Jahres 2021.” (kb)

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