Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Ad

Low-Touch-Komprimierung

Der anhaltende Druck durch Verschuldungsquoten, Bestimmungen für G-SIBs und begrenzte betriebliche Ressourcen zwingt Banken dazu, nach zunehmend ausgeklügelten Komprimierungslösungen zu suchen.

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

George Muzinich: "Negativzinsen wirken wie Drogen"

Warum George Muzinich, Gründer des gleichnamigen US-amerikanischen Asset Managers, von Hochzinsanleihen wenig hält, verrät er in einem Zeitungsinterview.

George Muzinich, Gründer und Chef von Muzinich & Co
George Muzinich, Gründer und Chef von Muzinich & Co.
© Muzinich & Co. Ltd.

Früher galten Staatsanleihen als sichere Bank. Das ist schon lange Geschichte. George Muzinich, Gründer des US-amerikanischen Asset Managers Muzinich & Co, hält die Papiere mittlerweile sogar für gefährlich. "Mit ihnen wird man sehr wahrscheinlich Verluste machen", sagt der Anlageprofi im Gespräch mit dem "Handelsblatt". Das dürfte sich bis auf Weiteres nicht ändern. Ein Grund sind die anhaltenden Niedrigzinsen, die laut Muzinich eines der größten Risiken für die Finanzmärkte sind. "Sie wirken wie Drogen", sagt er. "Es ist sehr schwer, davon loszukommen."

Dennoch müssen Investoren Bonds nicht gänzlich den Rücken zukehren. "Es ist möglich, im Zinsbereich jährlich reale Euro-Erträge über die nächsten Jahre zu bekommen", sagt Muzinich. Dafür müssten Anleger nur auf die richtigen Papiere setzen. "Ich denke an Kreditportfolios und gut bewertete Firmenanleihen wie US-Bonds mit "BBB"-Rating in den Branchen Telekommunikation, Kabel und Satellitengeschäft sowie Lebensmittel und Getränke", sagt der Anlageprofi. Bonds aus diesen Bereichen würden derzeit zwischen vier und sechs Prozent Rendite bringen.

Vorsicht bei Hochzinsanleihen
Hochzinstiteln steht Muzinich dagegen zwiegespalten gegenüber. Chancen sieht er in nachrangigen Finanztiteln, deren Emittenten ein Investmentgrade-Rating von "A" oder besser haben. Generell rät er zu einer gewissen Vorsicht im Umfang mit Hochzinsanleihen.

Als Beispiel für die Risiken nennt Muzinich den Bond eines Energieunternehmens mit schlechtem Rating. "Die Anleihe bietet natürlich eine höhere Rendite. Aber wenn die Energiepreise weiter fallen, geht die Firma vielleicht pleite und der Bond ist ein Ausfall", sagt der Investmentstratege. Der Bond wäre selbst dann ein schlechtes Geschäft, wenn Anleger mit steigenden Energiepreisen rechnen. In diesem Fall würde sich der Investor nämlich mit der Aktie der Firma besser stellen. (fp)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren