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Generali: Weitere volatile Woche könnte neue Zwangsverkäufe auslösen

Generali Investments erwartet eine weitere schwankungsintensive Woche an den Aktienmärkten, die Investoren zu Umschichtungen bzw. weiteren Verkäufen zwingen könnte. Damit würde auch eine Trendumkehr bei den Zuflüssen von Aktien-ETFs einhergehen.

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© Kurhan / Fotolia

Laut Ansicht von Generali Investments wird es diese Woche an den Märkten spannend. Geht es weiter runter mit den Aktienkursen, könnten weitere Investoren die Reißleine ziehen und verkaufen. Dafür verantwortlich ist die Entwicklung der vergangenen Börsenwoche, die von einer deutlichen Börsenkorrektur geprägt war. Während der S&P 500 einen Verlust von 5,2 Prozent verzeichnete, mussten auch andere Indizes deutliche Verluste hinnehmen. So verursachte die jüngste Korrektur beim MSCI EMU ein Minus von 5,1 Prozent, während der japanische Topix 7,1 Prozent und der britische FTSE 100 4,7 Prozent verloren. Zum Ende der Woche setzte eine leichte Erholung ein.

Steigende Renditen ließen Investoren rasch verkaufen
Ursache des Rücksetzers an den globalen Märkten war eine Neubewertung des Risikos steigender Zinsen, wobei der Effekt durch den algorithmischen Handel wohl noch verstärkt wurde. Sektoren, die am stärksten der höheren Marktvolatilität ausgesetzt waren, wie Finanztitel, litten stärker, aber auch defensive Aktien konnten die Auswirkungen nicht abfedern.

Die Volatilität stieg von zunächst 13,5 zu Beginn des Monats auf 50,3, bevor sie schließlich auf 29,1 zurückfiel. Dennoch profitierten die Kern-Staatsanleihen, als sichere Häfen, nicht von steigenden Zuflüssen aus den Aktienmärkten, da die Erwartungen einer höheren Inflation und einer strafferen Geldpolitik der Notenbanken vorherrschten.

Wie hielten sich die wichtigsten Anleihen?
Treasuries erlebten die jüngste Korrektur eher ruhig, wobei die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen die Woche mit einem Plus von 2,83 Prozent beendeten. Die Bund-Rendite blieb mit 0,75 Prozent stabil, ebenso die Spreads südeuropäischer Bonds. Der BTP-Bund-Spread stieg um einen Basispunkt auf 128 Basispunkte, obwohl Umfragen nach wie vor darauf hindeuten, dass die bevorstehenden Wahlen in Italien in drei Wochen keine stabile Mehrheit bringen dürften. Die Kreditspreads stiegen dagegen insbesondere in den risikoreichen Segmenten an.

Weitere Zwangsverkäufe voraus?
Angesichts der aktuellen Marktlage sei es laut Generali Investments es eher unwahrscheinlich, dass die Investorennervosität bald zurückgehen werde. Deshalb sei auch in dieser Woche mit einer relativ hohen Volatilität zu rechnen. Weitere Marktschwankungen können Investoren dazu zwingen, ihre Portfolios umzuschichten, was weitere Kapitalabflüsse bedeuten würde.

Ein weiterer Risikofaktor ist die mögliche Trendumkehr bei den Mittelzuflüssen in Aktien-ETFs.

Auf den Treasuries lastet zusätzlicher Aufwertungsdruck, nachdem der US-Kongress am Freitag bereits eine Erhöhung der Bundesausgaben im Wert von 300 Milliarden US-Dollar in zwei Jahren bewilligt hat.

"All diese Faktoren werden die Aktienkurse mit aller Wahrscheinlichkeit belasten. Aber erst eine deutlich stärkere Korrektur der Aktienkurse würde zu einer Verschärfung der finanziellen Bedingungen führen, die groß genug wäre, um die Fed von ihrem monetären Normalisierungskurs abzubringen. Dies wurde in der letzten Woche von einigen FOMC-Mitgliedern noch einmal betont", erklärt Generali Investments.

Wichtige Termine in der Woche
Auf makroökonomischer Seite sollte die US-Inflation für Januar, deren Daten für Freitag erwartet werden, eine stabile Kernrate signalisieren. Allerdings dürften Überraschungen nach oben wohl nicht unbemerkt bleiben. Der erwartete Aufwärtstrend bei der Kapazitätsauslastung wird die solide Erholung in der Fertigung bestätigen.  Auch die Stärke im Euro-Währungsgebiet sollte durch die zweite Veröffentlichung des realen BIP für das 4. Quartal des zurückliegenden Jahres und durch die Industrieproduktion, die für Mittwoch vorgesehen sind, bestätigt werden. (aa)


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