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Geballte Kommentierung: Das erwarten Top-Experten von der EZB

Dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag die Leitzinsen anhebt, ist ausgemachte Sache. Die Frage ist, wie groß der Schritt ausfallen wird. Ökonomen und Portfoliomanager verraten, was sie in dieser Woche und in den nächsten Monaten von der EZB erwarten.

Jens Franck, Nordix
Jens Franck, Leiter Portfoliomanagement, Nordix:
Die EZB hatte es bereits im Vorfeld klar gemacht: Am Donnerstag wird sie erstmalig seit 2011 die Zinsen anheben. Doch wie groß der Zinsschritt sein wird, ist noch nicht ausgemacht. Entgegen des im Vorfeld angekündigten 25-Basispunkte-Zinsschrittes preisen die Märkte mittlerweile zu 75 Prozent einen Zinsschritt in Höhe von 50 Basispunkten ein. Um die Glaubwürdigkeit einer prognostizierbaren Geldpolitik aufrecht zu erhalten, mag jetzt auch erst eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte kommen, ergänzt um eine deutliche Guidance eines 50-Basispunkte-Schritts in der September-Sitzung.
 
Jüngste Marktkommentare deuten dennoch auf einen Kompromiss innerhalb des EZB-Rates hin: Auf der einen Seite eine höhere Zinsanhebung (50 Basispunkte) und auf der anderen Seite die Möglichkeit, im Rahmen eines Fragmentierungstools zur Vermeidung des Auseinanderdriftens der Refinanzierungsbedingungen der Euro-Teilnehmerländer flexibel auf erhöhte Staatsrisikoprämien – insbesondere in der Euro-Peripherie – zu reagieren. Es bleibt fraglich, inwieweit ein Fragmentierungstool tatsächlich überzeugend genug ist, einer weiteren Verschiebung der unterschiedlichen Staatsanleihezinsen in der Eurozone entgegenzuwirken.
© Nordix

Am 21. Juli soll der Hauptrefinanzierungssatz von null auf 0,25 Prozent angehoben werden. So hatten es die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde zumindest in Aussicht gestellt. Ebenso wollten die Notenbanker den Einlagensatz, den Banken bekommen oder zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken, um 25 Basispunkte nach oben schrauben. Der Einlagensatz, der aktuell bei minus 0,50 Prozent steht, bliebe auch damit im negativen Bereich.

Seit Tagen wird nun spekuliert, ob der EZB-Rat angesichts der hohen Inflationsraten doch schon einen größeren Zinsschritt machen wird. Zudem sollte es am Donnerstag Details zum Instrument geben, mit dem die Notenbank eine Fragmentierung verhindern will, also das Auseinanderdriften der Staatsanleiherenditen verschiedener Euroländer.

Was erwarten Ökonomen und Portfoliomanager von der Sitzung? Wir haben wichtige Aussagen aus aktuellen Kommentaren von renommierten Banken und Investmenthäusern zusammengestellt. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie oben! (ohm)

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