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Gas-Arbitrage-Fieber rettet Europäer vor dem Frieren

400.000 US-Dollar zusätzliche Kosten für die Durchfahrt durch den Panamakanal? Das ist angesichts des derzeitigen Gas-Arbitrage-Fiebers egal. Denn Europa droht angesichts unzureichender Gaskäufe im Sommer ein Mangel und ist bereit, nunmehr jeden Preis für Gas zu bezahlen. Arbitrageure freut es.

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© fotogestoeber / stock.adobe.com

Die Preisrally am europäischen Gasmarkt strahlt inzwischen deutlich ins Reedereigeschäft aus. Angesichts der durch die europäische Politik verschärften Energiekrise werden immer mehr Flüssigerdgas-Ladungen von China nach Europa umgeleitet. Händler und die von ihnen beauftragten Reeder geben Hunderttausende von Dollar aus, um von einem seltenen Preisaufschlag zu profitieren, bevor dieser verschwindet, berichtet Bloomberg.

Laut Positionsdaten von Kpler und Bloomberg werden derzeit 13 LNG-Tanker, die hauptsächlich aus den USA und Westafrika kommen, nach Europa umgeleitet. Ursprünglich waren sie auf Kurs nach Asien. Vergangene Woche lag die Zahl der umgeleiteten Tankschiffe noch bei acht. In einem Fall schickten Händler ein Schiff zurück durch den Panamakanal. Die Kosten für die erneuten Kanalgebühren belaufen sich laut Bloomberg-Schätzungen auf fast 400.000 Dollar.

Der frühe Vogel fängt den Wurm...
Das Arbitragefenster zwischen Europa und Asien scheint sich indessen schnell zu schließen. Schon im Februar könnte es für ankommende Lieferungen vorüber sein, da immer mehr Ladungen nach Europa strömen. 

China braucht unerwartet weniger Gas
Kpler-Analyst Mathew Ang konstatiert mit Blick auf den Norden Chinas eine stärkere Nachfrageabschwächung als erwartet. Deshalb sei Flüssigerdgas, das im Januar ursprünglich nach Tianjin geliefert werden sollte, auf andere Häfen in Asien und Europa umgeleitet worden.

Die Preise in Asien könnten Händlern zufolge durch die schwächere Nachfrage aus China belastet werden, selbst bei kälterem Wetter in Nordostasien. In China hat die Industriekonjunktur vor den Ferien zum Mondneujahr abgenommen. Vor den Olympischen Winterspielen könnten zudem Beschränkungen zur Emissionseindämmung in Kraft treten. (aa)

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