Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Intelligente Mobilität: Ein wichtiger neuer Trend, um neue Technologien kennenzulernen.

Ad

Die intelligente Mobilität umfasst ein ganzes Ökosystem von Unternehmen, vom Technologieunternehmen bis hin zum Dienstleistungssektor. Lesen Sie den Artikel von BNY Mellon Investment Management.  Ausschließlich für professionelle Kunden.

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Wie Japans Börse 30 Jahre nach dem Hype dasteht

Im Jahr 1989 brach der japanische Aktienmarkt abrupt ein. Seitdem ist er wieder gestiegen. Ein erneuter beispielloser Absturz ist nicht zu erwarten, meint Asset Manager GAM.

japan.jpg
© Eisenhans / stock.adobe.com

Knapp 30 Jahre nach seinem historischen  Absturz steht der japanische Aktienmarkt heute wesentlich besser da. Investoren sollten sich um die Stabilität des Marktes keine Sorgen machen. Dieser Auffassung ist Carlo Capaul, Investmentmanager von GAM. "Wir haben es mit einem völlig anderen Investmentumfeld zu tun als im Jahr 1989", sagt Capaul. Aus seiner Sicht bietet der japanische Aktienmarkt derzeit Einstiegschancen für strategische Investoren. Dafür sprächen sowohl die Verschiebung von Sektorrisiken als auch aktuelle Fundamentaldaten und Bewertungskennziffern.

Bis zum Jahr 1989 war Japan zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt herangewachsen, Aktien- und Immobilienpreise stiegen in schwindelerregende Höhen. Das Wirtschaftswunder endete jedoch abrupt im Dezember 1989, der Nikkei-225-Index fiel bis 2002 von fast 39.000 auf nur noch 8.579 Punkte. Seit gut sechs Jahren befindet sich der Markt nun wieder im Aufschwung.

Investoren befürchten, dass die Geschichte sich wiederholen könnte. Capaul widerspricht: Heute bestünden völlig andere Risiken als vor 30 Jahren. "Finanz- und IT-Unternehmen sind wesentlich unbedeutender als Ende der 1980er Jahre, während die Sektoren Industrie, zyklische Konsumgüter, Basiskonsumgüter und Telekommunikationsdienste an Bedeutung gewonnen haben", so Capaul.

Höhere Korrelation zum globalen Aktienmarkt
Zudem seien viele Unternehmen aus Japan inzwischen viel stärker in die Weltwirtschaft integriert. Deshalb weise der japanische Aktienmarkt heute eine wesentliche höhere Korrelation zu den globalen Börsen auf als früher. "Lange Abwärtsphasen erscheinen deshalb weniger wahrscheinlich als in der Vergangenheit", sagt Capaul. Indes führe die Korrelation dazu, dass viele japanische Firmen attraktiv bewertet sind.

Wachstum ist dem Strategen zufolge ebenfalls in Sicht: "Die Gewinne japanischer Unternehmen könnten trotz der anhaltenden Handelskonflikte und Instabilitäten an den Finanzmärkten der Schwellenländer auch in den nächsten Jahren um rund acht Prozent jährlich wachsen." Zusammen mit den niedrigen Bewertungen ergäben sich daraus Einstiegsgelegenheiten für Investoren. "Trotz des Anstiegs der vergangenen Jahre dürften Aktien aus Japan noch weiter Fahrt aufnehmen", sagt Capaul. (fp)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen