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GAM: Schwellenland-Investoren brauchen ausreichend hohe Risikobudgets

Die Emerging Markets wurden zuletzt heftiger abgestraft als es angebracht gewesen wäre, sagt GAM-Manager Mike Biggs. Er geht davon aus, dass sich die Schwellenländerbörsen bald wieder erholen.

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© ivanka80 / stock.adobe.com

Für die Schwellenländer ist 2018 bislang ein schwieriges Jahr. Der Lokalwährungsanleihen-Index JP Morgan GBI-EM ist seit Jahresbeginn um 10,5 Prozent gefallen, meldet der Fondsanbieter GAM. Ende des zweiten Quartals gerieten die lokalen Währungen der Emerging Markets unter Druck, unter anderem wegen der verschlechterten Handelsbilanzen. Die heftige Marktreaktion war trotzdem übertrieben: "Verantwortlich für die Verschlechterung ist allein Asien, allen voran die nicht im GBI-EM enthaltenen Länder Korea, Taiwan und Indien", sagt Mike Biggs, Investmentmanager bei GAM.

In den übrigen Schwellenländern haben sich die Handelsbilanzen verbessert. Biggs geht davon aus, dass sie in den kommenden Monaten zumindest solide bleiben. Auch die Krisen-Länder Türkei und Argentinien werden sich nach Einschätzung des GAM-Experten wieder fangen. Sollte sich dann auch noch der US-Dollar so deutlich stabilisieren wie erwartet, dürften Anleger wieder mehr Geld in den Emerging Markets investieren und damit die Börsen stützen.

Risiken sind eingepreist
Die aktuell niedrigen Kapitalzuflüsse begrenzen das Abwärtsrisiko der Schwellenländer-Währungen, sagt Biggs. Und das niedrige Kreditwachstum ist ein gutes Zeichen für die Wachstumsaussichten. "Insgesamt denken wir, dass die Risiken nun weitgehend eingepreist sind", erklärt der Anlageprofi. Die soliden Fundamentaldaten vieler Emerging Markets deuten außerdem darauf hin, dass die aufstrebenden Volkswirtschaften heute besser gegen Risiken gewappnet sind als in der Vergangenheit. (fp)

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