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GAM rät zu MBS: Gelegenheit ist zu gut, um sie sich entgehen zu lassen

Laut GAM bieten Mortgage-backed Securities (MBS) in den USA institutionellen Investoren aufgrund strengerer Anforderungen an Kreditnehmer und höherer Kreditvergabestandards nunmehr attraktive Vorzüge betreffend Rendite, Kapitalschutz und Diversifikation.

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Niedriges Volatilitätsprofil und eine solide Rendite – Mortgage-backed Securities (MBS), zu Deutsch hypothekenbesicherte Wertpapiere, haben zuletzt viele andere Wertpapiere hoher und mittlerer Qualität in ihrer Performance übertroffen, weist GAM in einer aktuellen Markteinschätzung hin. Seit der Finanzkrise, während der MBS-Anlagen stark unter Druck geraten waren, hat der Hypothekenmarkt in den USA eine radikale Reform durchlaufen. „Anleger, die eine gut diversifizierte, globale, festverzinsliche Strategie suchen, sollten sich das verbesserte Angebot sehr genau ansehen“, erklärt Tom Mansley, Investment Director bei GAM.

Kreditvergabestandards werden streng überwacht
Zur Erinnerung: MBS sind Wertpapiere, die durch einen Pool von Hypothekenkrediten unterlegt sind und Investoren ein Anrecht auf die Cashflows aus diesen Hypothekenkrediten geben. Sie weisen somit eine geringe Korrelation zu Aktien und traditionellen Anleihen vor. „Mittlerweile handelt es sich bei den meisten MBS am Markt um sogenannte ‚Agency-Papiere‘, die von der US-Regierung oder einer ihrer Agenturen, Freddie Mac oder Fannie Mae, abgesichert oder anerkannt sind“, sagt Mansley, der in GAMs Niederlassung in New York arbeitet. „Es gibt aber auch Non-Agency-MBS, also Anleihen von privaten Emittenten wie zum Beispiel Banken, und diese Wertpapiere haben keine staatliche Garantie.“ Deshalb böten sie eine höhere Rendite, seien aber auch mit einem entsprechend höheren Ausfallrisiko verbunden. 

MBS sind nun sicherer als vor der Finanzkrise
Waren die MBS noch maßgeblich an der Entstehung der Finanzkrise beteiligt, hätten sich die Anforderungen an die Papiere und die dahinterliegenden Kredite stark verbessert. „Die Kreditvergabestandards haben sich dramatisch erhöht und werden streng überwacht“, sagt Mansely. „Komplette Hypothekenfinanzierungen gibt es nicht mehr, die Kreditnehmer müssen eine nicht unbeträchtliche Anzahlung selbst aufbringen.“

Zudem fliest bei den Kreditratingagenturen mittlerweile ein breiteres Spektrum möglicher negativer Szenarien in die Berechnung der Ratings von MBS ein.

Interessante Investmentoption trotz politischer Unsicherheit
„Aus fundamentaler Sicht sind die US-Wohnimmobilienmärkte wesentlich robuster als vor der Krise“, sagt Mansley. Laut dem Finanzmarktanalyst CoreLogic verzeichneten Ende des vergangenen Jahres 2,6 Prozent der Hypothekenkredite in den USA einen Zahlungsverzug von mehr als 90 Tagen und werden damit als notleidend betrachtet. „Das sind etwa eine Million Kredite. Im Vergleich dazu belief sich die Zahl der notleidenden Hypothekenkredite während des Höhepunkts der Krise im Januar 2010 auf 3,7 Millionen.“ Zudem sei die Zahl der nötigen Zwangsvollstreckungen 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent zurückgegangen.

Zwar bestehe ein mögliches Szenario, dass sich unter dem US-Präsidenten Donald Trump der Einfluss der Regierung auf den Hypotheken- und Immobilienmarkt verringern könnte.

Allerdings wäre dies ein langsamer Prozess, da die Trump-Regierung zurzeit klar andere Prioritäten hat. Sollte es dieses Jahr doch noch zu Gesetzesänderungen kommen, werden diese wahrscheinlich auf die Wiederbelebung eines größeren und effizienteren Markts für Non-Agency-Hypothekenwerte ausgerichtet sein.

„Die Assetklasse zeigt derzeit belegbare Vorzüge was Rendite, Kapitalerhalt und Diversifikation angeht“, sagt Mansley. „Unserer Meinung nach gibt es hier wirklich interessante Investmentgelegenheiten, die man nicht verpassen möchte.“ (aa)

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