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Fusionsdruck Immofinanz - S Immo wird von Hedgefonds neu angefacht

Die Wiener Immobiliengesellschaft Immofinanz AG wird von einem Hedgefonds gedrängt, die Pläne zur Fusion mit dem Konkurrenten S Immo AG wieder aufzugreifen. Dass diese fallengelassen wurde, habe Aktionärswert vernichtet.

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Klaus Umek, Chef des Hedgefonds Petrus Advisers, gibt wieder Gas 
© FONDS professionell

Ein Zusammengehen mit S Immo würde die Kosten senken und die Finanzmarkt-Positionierung verbessern, sagte der Chef des Hedgefonds Petrus Advisers, Klaus Umek, im Gespräch mit Bloomberg News. Immofinanz-Chef Ronny Pecik sei Untätigkeit und offensichtliche Management-Inkompetenz anzulasten.

Schwere Vorwürfe erhoben
“Schlechte Unternehmensführung, Interessenkonflikte, Corona und Unternehmen mit Überkreuz-Beteiligungen haben eine Kaskade der Wertvernichtung ausgelöst”, sagte Umek. Die Auswirkungen zeigten sich “sowohl bei S-Immo als auch, und noch verheerender, bei Immofinanz”.Immofinanz und S Immo haben ihren jüngsten Fusionsversuch vor etwa einem Jahr gestoppt. Beide Unternehmen räumten dabei ein, dass ein Zusammengehen im Prinzip sinnvoll wäre. Sie kündigten an, die Gespräche beim Abflauen der Pandemie möglicherweise wieder aufzunehmen. Zum potenziellen Zeitrahmen äußerten sie sich dabei nicht.

Pecik ist im Hinblick auf ein Fusionsvorhaben die Schlüsselperson
Sowohl an Immofinanz als auch an S Immo ist er mit rund zehn Prozent beteiligt. Zudem hat hat er als Immofinanz-Chef die Kontrolle über die 26,5 Prozent der S-Immo-Aktien, die das Unternehmen besitzt. Immofinanz erklärte, Pecik sei an Managemententscheidungen in Bezug auf das S-Immo-Aktienpaket nicht beteiligt. Pecik wollte sich nicht unmittelbar zur Erklärung von Petrus Advisers äußern.

Der Anteil des Hedgefonds an Immofinanz liegt derzeit unter drei Prozent
Petrus Advisers kauft und verkauft Anteile an S Immo je nach Einschätzung der Marktlage. Zum bisherigen aktivistischen Engagement Umeks zählen Beteiligungen an der Comdirect Bank, am Flughafen Wien und Wienerberger. “Wir brauchen einen Zeitrahmen und einen Plan”, sagte Umek und fügte hinzu, dass Pecik seine Beteiligung an beiden Unternehmen reduzieren und stattdessen Ernst Vejdovszky, dem derzeitigen CEO von S Immo, “eine umfassendere Rolle” einräumen sollte.

Genug Bares in der Immofinanz-Kasse
Mit einem gegenwärtigen Barmittel-Bestand von mehr als einer Milliarde Euro könnte sich Immofinanz eine vollständige Übernahme von S Immo leisten. Die Marktkapitalisierung von S Immo liegt nach dem diesjährigen Börsenrutsch bei einer Milliarde Euro. Der Börsenwert von Immofinanz beträgt 1,54 Milliarden Euro. Im Zuge der Corona-Krise ging es für beide Unternehmen an der Börse drastisch abwärts. Die S-Immo-Aktie fiel 37 Prozent, der Kurs von Immofinanz 48 Prozent. (kb)

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