Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Fünf saisonale Strategien für Ihre Anlage-Praxis

Ganz gleich, ob Sie Daytrader oder Langfristanleger sind, ob Sie Rohstoffe oder Aktien handeln, und ob Sie bereits erfolgreich eine andere Anlagestrategie umsetzen oder am Anfang stehen: Es gibt für Sie eine saisonale Strategie, mit der Sie Ihre Anlageergebnisse verbessern können, sagt Seasonax.

speck_dimitri_klein_quer_neu.jpg
Dimitri Speck, Gründer und Head Analyst von Seasonax
© Seasonax

"Die nachfolgende Auflistung saisonaler Handelsstrategien ist an der Anlagepraxis ausgerichtet. Die Grenzen zwischen diesen fünf saisonalen Anlagestrategien sind daher fließend", gibt Dimitri Speck, Gründer und Head Analyst von Seasonax, einer auf Saisonalität in all ihren Facetten spezialisierten Investment-Boutique, zu bedenken.  

Saisonale Strategie Nr. 1: saisonales Muster direkt
Diese Strategie liegt wohl am ehesten auf der Hand: Man kauft ein Instrument am Beginn seiner positiven saisonalen Phase und verkaufen es an deren Ende, beispielsweise ein Instrument auf einen Aktienindex am Beginn der Weihnachtsrallye Mitte Dezember bis Anfang Januar. Der Seasonax-Screener kann bei der Suche nach aktuellen Mustern eine große Hilfe sein. Beachten sollte man dabei unbedingt, dass Saisonalität die Gewinnwahrscheinlichkeit erhöhen kann, wie jede andere Anlagestrategie aber auch nicht immer funktioniert. Man sollte sich daher Investitionsgrenzen setzen, diversifizieren und auch mit Stop-Loss-Marken arbeiten.

Saisonale Strategie Nr. 2: Timing
Dimitri Speck dazu: "Gelegentlich höre ich von Langfristinvestoren, dass Sie von Saisonalität überzeugt sind, diese aber wegen des für sie kurzen Zeitfensters nicht verwenden. Saisonale Muster sind zwangsläufig nur einige Monate lang und damit kurz relativ zu einem Anlagehorizont von beispielsweise drei Jahre. Erfreulicherweise können aber auch Langfristanleger einen Nutzen aus der Saisonalität ziehen: Nämlich indem sie ihr Timing optimieren. So können sie beispielsweise einen Verkauf vorziehen, wenn ein saisonaler Abwärtstrend bevorsteht, Ihre Käufe in saisonale Zwischentiefs legen, oder Ihre Gewinnmitnahmen anhand der Saisonalität bereits vorher genau festlegen.

Saisonale Strategie Nr. 3: Filter 
Diese Methode stellt gewissermaßen ein Gegenstück zur vorherigen dar: Mit ihr können Kurzfristanleger von längeren saisonalen Mustern profitieren. Der bekannte Erfolgs-Trader Larry Williams (und Entwickler des Williams %R-Indikators) hat diese Methode früh popularisiert. Bei der saisonalen Filter-Strategie wird keine Position gegen einen starken saisonalen Trend eingegangen. Der Euro zum US-Dollar ist beispielsweise im Dezember saisonal fest, eine Shortposition sollte danach unterbleiben. Die saisonale Filter-Strategie reduziert die Anzahl der Trades, kann aber die Gewinnwahrscheinlichkeit jedes einzelnen Trades stark erhöhen.

Saisonale Strategie Nr. 4: Zusatz-Input
Die meisten Anleger treffen ihre Entscheidungen auf Basis mehrerer Entscheidungsfaktoren. Die nachfolgende Abbildung zeigt eine Auswahl an möglichen Input-Faktoren für den Handel am deutschen Aktienmarkt.

Mögliche Input-Faktoren einer Handelsentscheidung
Die Saisonalität ergänzt gut bestehende Systematiken.

Quelle: Seasonax

Wie leicht zu ersehen, hat Dimitri Speck die vier Input-Faktoren „Zins“, „Saisonalität“, „Dollar“ und „Inflation“ hervorgehoben. Wieso er das tut? Hier ist die Antwort: "Auf diesen vier Faktoren beruht das beste mir bekannte Timingsystem für den deutschen Aktienindex DAX mit einem Track-Rekord seit den 1990er-Jahren, das Gebert-System:

Gebert-System, DAX

Quelle: Seasonax

Wie man sieht, schlägt das Gebert-System den DAX deutlich. Das zeigt, dass es offenbar  möglich ist, Saisonalität profitabel in bisherige Entscheidungsmodelle einzubinden. Das kommt all jenen entgegen, die bereits eine erfolgreiche Anlagestrategie verwenden und die daher nicht an Alternativen, sondern an weiteren Verbesserungen interessiert sind. Diese können somit ihre bisherige Anlagestrategie grundsätzlich beibehalten, wenn sie die Saisonalität als weiteren Entscheidungsfaktor berücksichtigen und so Ihre Gewinne steigern.

Saisonale Strategie Nr. 5: Instrumenten-Selektion
Seit es bei Seasonax den Screener gibt, der aus einer Vielzahl an Instrumenten die derzeit saisonal aussichtsreichsten auf Knopfdruck auflistet, ist die Selektion eine der Lieblingsanwendungen der Saisonalität von Dimitri Speck. "Insbesondere bei Aktien finde ich ihn nützlich, denn hier ist die Auswahl auch besonders groß. Das Screening kann aber auch bei anderen Instrumenten wie beispielsweise Rohstoffen oder Währungspaaren angewendet werden."

Bei der Selektion geht es darum, besonders aussichtreiche Instrumente für die kommenden Wochen oder Monate – je nach Anlagehorizont – zu wählen. Das können beispielsweise die zehn saisonal aussichtsreichsten Aktien des S&P 500 oder eines anderen Aktienindex sein. Nach Ablauf der saisonal interessanten Phase werden die dann saisonal aussichtsreichsten Aktien ausgewählt. Die Idee dahinter: Zu jeder Jahreszeit in den jeweils aussichtsreichsten Instrumenten investiert zu sein. Man investiert also erst in eine Gruppe saisonal attraktiver Aktien, dann in die nächste usw.. Im Idealfall kaskadieren sich dann die Erträge, wie die folgende Grafik schematisch zeigt.

Kaskadierender saisonaler Ertrag
Kaskadierung hilft bei der Ertragssteigerung.

Quelle: Seasonax

In der Realität geht es an der Börse natürlich nicht so regelmäßig zu. Man kann daher Aktien auch einzeln austauschen, da sie ja jeweils individuelle saisonale Phasen aufweisen. Dadurch kann man den Ertrag noch weiter steigern, so Speck. Er wird mocht müde zu betonen, dass man die jeweils aussichtsreichsten Aktien – oder anderen Instrumente – mit dem Screener in der Seasonax-App am schnellsten findet. (kb)

 

 

 

 

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren