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Fünf Gründe, weshalb der Ölpreis auf 100 Dollar explodieren könnte

Für Verschwörungstheoretiker ist es ein gefundenes Fressen: Pünktlich zu Beginn der kalten Jahreszeit in Europa klettert der Ölpreis über die 60-Dollar-Marke. Die Ursachen sind aber vor allem politischer Natur – und es gibt Szenarien, die das "schwarze Gold" in dreistellige Regionen treiben könnten.

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Eines (oder mehrere) dieser möglichen Ereignisse würde den Ölpreis kräftig nach oben schnellen lassen – einfach weiterklicken!
© mopsgrafik / Fotolia

Das kann teuer werden: Der Brentölpreis stieg am Montag auf ein neues Zweieinviertel-Jahreshoch von 63 US-Dollar je Barrel, ebenso die Sorte WTI auf 56 Dollar je Barrel. Der Grund: Rund um den Golf bebt die Erde – politisch gesehen.

Fundamentaldaten zum Ölmarkt werden derzeit von Nachrichten aus Saudi-Arabien und anderen Anrainerstaaten in den Schatten gestellt. "Wir haben wiederholt betont, dass die größte 'Gefahr' für unsere konservative Preisprognose eine Destabilisierung der Situation in Saudi-Arabien ist", schreibt die Research-Abteilung der Commerzbank.

"Fundamentaldaten rechtfertigen deutlich niedrigeren Ölpreis"
Zumindest stieg die Wahrscheinlichkeit einen solchen Szenarios übers Wochenende, nachdem in Saudi-Arabien elf Prinzen, vier Minister und Dutzende ehemalige Minister verhaftet wurden. Berücksichtigt man darüber hinaus die Meldungen über eine (weitere) in der Nähe von Riad abgefangene ballistische Rakete aus dem Jemen, den Absturz eines Helikopters in Saudi-Arabien mit einigen Regierungsvertretern an Bord und den unerwarteten Rücktritt des von Saudi-Arabien unterstützten Ministerpräsidenten des Libanon, werden die Spannungen im Nahen Osten förmlich sichtbar. "Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass die Fundamentaldaten einen deutlich niedrigeren Ölpreis rechfertigen. Denn allein die Fortsetzung der Angebotskürzungen seitens der Opec dürfte nicht ausreichen, den Ölmarkt längerfristig von den Überschüssen zu bereinigen", so die Commerzbank-Experten. 

Für die Investmentanalysten des Anlegerportals "The Motley Fool" bleibt Öl zwar auf mittlere Sicht günstig, das bedeute aber nicht, dass es letztendlich nicht wieder einen dreistelligen Kurs erreichen könnte. Welche fünf Szenarien den Ölpreis wieder auf 100 US-Dollar pro Barrel treiben könnten, beschreiben die Analysten in unserer Fotostrecke oben. (mb)

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