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Frankreichs CAC-40-Index ist grüner als der DAX-30

Der Unterschied ist nicht riesig, aber überraschend: Laut einer Analyse der Scope Group weist der französische CAC-40-Index einen grüneren globalen Fußabdruck auf als der deutsche Dax-30-Index. Bei den Sozial- und Governance-Faktoren schneiden die in Frankfurt gelisteten Aktien dagegen besser ab.

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Beim Umweltaspekt liegen französische vor deutschen Aktien.  
© Elnur / stock.adobe.com

Der französische Aktienindex CAC 40 schneidet im Vergleich zum deutschen Dax 30 besser ab, wenn man den durchschnittlichen Umwelteinfluss der Einzelwerte betrachtet. Das ist das Ergebnis einer ESG-Impact-Studie der Scope Group. Der durchschnittliche Umwelt-Score des CAC 40 liegt demnach bei 6,5 von 10, wobei 10 für eine optimale ESG-Belastung steht, im Vergleich dazu kommt der Dax 30 nur auf 6,3 Punkte.

Anders sieht die Sache allerdings bei den Themen Soziales und Governance aus. Beim durchschnittlichen Sozial-Score erreichen die in Paris gelisteten Unternehmen einen Wert von 6,6 im Vergleich zu 7,0 für die in Frankfurt gelisteten Aktien. Beim Governance-Score ist der Unterschied sogar noch größer, hier kommen die CAC-40-Werte auf 6,6, die Dax-30-Aktien landen im Vergleich dazu bei 7,6 Punkten.


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Je nach Branche starke Unterschiede bei Nachhaltigkeit
"Der Vergleich der ESG-Auswirkungen von Aktienportfolios wie den Benchmark-Indizes der beiden größten Volkswirtschaften des Euroraums verdeutlicht erstens, wie sehr sich die Nachhaltigkeit von Branche zu Branche unterscheidet, und zweitens, wie sehr sie davon abhängt, wo die Aktivitäten der Unternehmen angesiedelt sind und woher sie ihre Inputs beziehen", erläuter Diane Menville, Leiterin des Bereichs ESG bei Scope, die Ergebnisse.

Im Fall des Dax 30 liegen die durchschnittlichen Kosten für Umweltauswirkungen der darin abgebildeten Unternehmen bei 0,15 Euro pro Euro Umsatz, im Vergleich zu 0,10 Euro beim CAC 40. Bei den sozialen und Governance-Auswirkungen liegen die durchschnittlichen Kosten bei 0,02 Euro für die Dax-30-Werte gegenüber 0,03 Euro für die in Paris notierten Unternehmen.

"Unsere Bewertung der Umwelt-, Sozial- und Governance-Auswirkungen wirkt wie ein Frühwarnsystem für Portfoliomanager, das aufzeigt, wo zukünftige regulatorische Risiken und damit verbundene Kosten durch die Analyse der heutigen Auswirkungen nach Faktor, Sektor und Geografie liegen", so Menville.

ESG-Auswirkungsprüfungen seien auch eine Möglichkeit für Fondsmanager, die Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) über die wichtigsten negativen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen der Anleger einzuhalten.

Öffentlich zugängliche makroökonomische Daten als Basis
Der ESG-Impact-Score von Scope basiert auf der Berechnung der Kosten der externen Effekte von Aktivitäten eines Unternehmens einschließlich seiner Lieferkette für jeden Euro Umsatz, den das Unternehmen generiert. Zur Berechnung verwendet Scope etablierte, öffentlich zugängliche makroökonomische Daten, die die gegenseitige Abhängigkeit von Sektoren und Geografien beschreiben. "Die Monetarisierung der ESG-Auswirkungen ermöglicht es uns, verschiedene Faktoren wie Luft- und Wasserverschmutzung, Arbeitsstandards sowie Gesundheit und Sicherheit direkt zu vergleichen und mit der Wertschöpfung eines Unternehmens in Beziehung zu setzen, während andere sich auf feste Gewichtungen für ESG-Faktoren verlassen, um Vergleiche und Rankings zu erstellen", so Menville.

Der durchschnittliche ESG-Impact-Score der größten börsennotierten Unternehmen nach Marktkapitalisierung, die die beiden Indizes repräsentieren, ist mit 6,9 gleich, der deutsche Index enthält aber eine größere Konzentration von Unternehmen mit geringeren Auswirkungen. Fast die Hälfte der in Frankfurt gelisteten Unternehmen erreicht einen Wert von über acht, verglichen mit nur einem Drittel der CAC-40-Werte.

Subtile Unterschiede
"Unsere Analyse zeigt auch subtile Unterschiede in der Bedeutung von ESG-Faktoren für die beiden Gruppen von Unternehmen", ergänzt Menville. Treibhausgasemissionen seien für den Dax 30 wichtiger als für den CAC 40, während das Engagement in Ländern, in denen Korruption ein Problem ist, umgekehrt ausfällt, obwohl beide Faktoren die Haupttreiber für ESG-Auswirkungen sind. Luftverschmutzung ist für Dax-30-Unternehmen ein relativ wichtigerer Faktor. (hh)

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