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Frankfurter Immobilienmarkt: Zwei neue "Hotspots"

An den Rändern des Frankfurter Bankenviertels entstehen derzeit zwei neue "Hotspots", wenn man den Einschätzungen eines renommierten Immobilienmaklers Glauben schenken darf.

© gopixa / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Frankfurter Randlagen des Bankenviertels könnten an Bedeutung und an Wert gewinnen
  • Dabei rücken zwei neue "Hotspots" in den Fokus

Von der Randlage zum "Hot Spot"
An den Rändern des Frankfurter Bankenviertels werden neue Büroimmobilien-Hotspots entstehen. Davon geht der Makler JLL aus. Er sieht hier viele freiwerdende Flächen und zugleich starkes Interesse von Mietern, während es im Bankenviertel kaum leerstehende Büros gibt. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnahmen.

“An der Peripherie des Kern-Bankenviertels dürften sich in den kommenden Jahren zwei neue Hotspots am Büromarkt entwickeln. Zum einen vom Opernplatz entlang der Bockenheimer Landstraße in Richtung Westend”, so Suat Kurt, Niederlassungsleiter bei JLL in Frankfurt, in einem Interview mit Bloomberg. “Und zum anderen zwischen dem Four in Richtung Börse, wo es gleich vier Gebäude gibt, die sich aktuell neu erfinden – ein gesamter Straßenzug.”

Er erwartet, dass in den beiden Gebieten insgesamt rund 100.000 Quadratmeter an Büroflächen auf den Markt kommen werden, die sich jeweils zur Hälfte auf die potenziellen neuen Hotspots verteilen.

Bewegung im Markt
An der Bockenheimer Landstraße werden unter anderem die Kanzlei White & Case und der Asset-Manager Allianz Global Investors ihre angestammten Büros verlassen.

Bei den Immobilien zwischen Four und Börse handele es sich derweil unter anderem um ein ehemaliges Gebäude der Deutschen Bank sowie ein Haus, das einst das Restaurant Vapiano beherbergte. Hinzu komme das Gebäude, in dem derzeit noch die Kanzlei Noerr sitze.

“Wir rechnen mit einer hohen Nachfrage und Mietabschlüssen in den beiden Hotspots, auch deshalb, weil kaum Neubauten in den beiden Gebieten in der Pipeline sind”, erkärte Kurt.

Strengere Kreditvergaben bremsen Neubau
Es gebe zwar viele projektierte Neubauten von Bürogebäuden in Frankfurt, doch die Finanzierungsbedingungen hätten sich in den vergangenen Jahren verschärft. Kreditgeber würden inzwischen oftmals eine Vorvermietung von 50 Prozent oder sogar mehr verlangen, was Realisierungen von Bauprojekten erschwere.

Im Bankenviertel liege der Leerstand derzeit lediglich bei rund sechs Prozent “und in den Top-Gebäuden sogar nur bei 2,5 Prozent”, erklärte Kurt. Zugleich seien dort Mieten “im oberen 50er-Euro-Bereich je Quadratmeter” zu sehen.

Frankfurt im Aufwind
Frankfurt insgesamt hatte im Jahr 2025 unter großen deutschen Bürovermietungs-Metropolen die meiste Fahrt aufgenommen und im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um rund die Hälfte verzeichnet, wie JLL-Daten zeigen. Dahinter standen auch Großanmietungen, etwa von der Commerzbank.

“Wir rechnen auch für 2026 mit Bürovermietungen in Frankfurt, die über dem langjährigen Durchschnitt liegen”, sagte Kurt. “Wir gehen aber nicht davon aus, dass es - so wie im vergangenen Jahr - wieder eine Aneinanderreihung von Großabschlüssen geben wird.”

Speziell im Bankenviertel haben Banken laut JLL weiter einen recht großen Anteil an den Büro-Neuvermietungen. Im vergangenen Jahr machten Banken und Finanzdienstleister hier demnach rund 60 Prozent des Gesamtvolumens aus. (aa)

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