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Frank Fischer: Bitcoins werden, sofern erfolgreich, "wegreguliert"

Die Kryptowährung Bitcoin wird früher oder später den Regulatoren zum Opfer fallen, sagt Frank Fischer von Shareholder Value Management. Aktuell sieht der Fondsmanager die Gefahr einer Blase am Bitcoin-Markt.

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Frank Fischer, Chefanlagestratege von Shareholder Value Management
© Shareholder Value Management

Frank Fischer, Chefanlagestratege des Fondsanbieters Shareholder Value Management, sieht schwarz für die Zukunft der Kryptowährung Bitcoin. "Falls sich Bitcoins durchsetzen, werden sie wegreguliert", sagte er beim jüngsten Roundtable der "Wirtschaftswoche". Die Politik wolle die Hoheit über die Währungen auf alle Fälle behalten. "Bitcoins könnten das bessere Geld sein, weil sie knapp sind. Aber die aktuelle Preisentwicklung wirkt wie eine Blase", warnte der Starmanager des Flaggschiffproduktes Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Der Kurs der Kryptowährung steht mittlerweile bei mehr als 4.000 Euro.

Investment-Urgestein Klaus Kaldemorgen stimmt Fischer in der Sache zu, bezweifelt aber, dass sich die herrschende Anarchie auf dem Bitcoin-Markt tatsächlich regulatorisch in den Griff bekommen lässt. "Kein Staat kann es sich bieten lassen, dass man Gesetze mithilfe von Cyberwährungen umgeht", sagte der Starmanager der Deutschen Asset Management. Aber: "Ich bezweifle, dass man Bitcoins begrenzen kann. Da gibt es dann irgendeinen Algorithmus, mit dessen Hilfe plötzlich mehr Bitcoins geschaffen werden." Kaldemorgen zieht wahre Werte zum Anfassen vor, etwa Gold.

Chancen bei Auto- und Pharmatiteln
Fischer investiert nach dem Vorbild von Investmentlegende Warren Buffett. Der sitzt derzeit allerdings auf rund hundert Milliarden US-Dollar, die er nicht ausgibt, weil ihm viele Unternehmen zu teuer sind. Fischer dagegen sieht derzeit in vielen Branchen Chancen für Schnäppchenjäger, etwa in der Auto- und der Pharmaindustrie.

Zu seinen Favoriten zählt aktuell die Aktie des Diabetes-Weltmarktführers Novo Nordisk. Auch Titel von Lithiumanbietern oder Batterieherstellern könne man derzeit zu vernünftigen Preisen kaufen. Sie könnten vom Trend zu mehr E-Mobilität profitieren.

Vom beliebten "Trump-Bashing" hält Fischer im Übrigen nicht allzu viel. "Aktuell wird Donald Trump verteufelt. Ich habe die vage Hoffnung, dass er mit einer Steuerreform die Erwartungen endlich mal erfüllen kann und diese Überraschung auch den Börsen hilft." (fp)

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