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Flossbach von Storch: Gold enttäuscht

Gold gilt bei vielen Anlegern als traditioneller Schutz gegen Inflationsrisiken. Doch vergangenes Jahr flüchteten sich viele von ihnen auch in Alternativen wie Bitcoin und Co.

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© Nomad_Soul / stock.adobe.com

Steigende Inflationsraten, negative Realzinsen: Man sollte meinen, dass das Edelmetall Gold in so einem Umfeld ein klarer Profiteur ist. Doch weit gefehlt: Obwohl das glänzende Metall ideale Bedingungen vorfand, entwickelte sich der Goldpreis im vergangenen Jahr schlechter als noch in den Jahren zuvor: So lag der Preis zum Jahresende 2021 bei nur 1.829 US-Dollar je Feinunze, ein Minus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.  

Erklären können sich die Finanzexperten des Vermögensverwalters Flossbach von Storch den Preisrückgang nur damit, dass viele Anleger besonders nach starken Preisanstiegen 2020 vergangenes Jahr Gewinne abgeschöpft haben. Das zeigen etwa Abflüsse bei Gold-ETFs, die 2021 um knapp 300 Tonnen auf 3.043 Tonnen abgenommen hatten. Zudem dürfte die Sorge vor einer Zinswende, die Anlagealternativen zum zinslosen Gold traditionell gut bekommt, den Preis weiter gedrückt haben, so die Finanzprofis. Auch die Konkurrenz seitens Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether, die das glänzende Edelmetall in den Augen einiger Investoren bereits als Inflationsschutz abgelöst hatten, haben den Goldpreis gedrückt. "So dürften einige Milliarden US-Dollar, die normalerweise in Gold investiert worden wären, in digitale Häfen geflossen sein", sagen die Flossbach-von-Storch-Experten. 

Türkei flüchtet vor Inflation ins Gold
Dass Gold weiterhin als sicherer Hafen dienen kann, zeigte sich zuletzt in der Türkei. Das Land wurde in der Vergangenheit immer wieder von Inflations- und Abwertungswellen seiner Währung erschüttert. Die offizielle Inflationsrate lag im Dezember 2021 bei 36 Prozent. Die türkische Lira brach gegenüber dem US-Dollar vergangenes Jahr um ganze 44 Prozent ein. In den vergangenen fünf Jahren waren es sogar 74 Prozent. "Dass türkische Sparer sich nicht von hohen Zinsen verführen lassen, sondern Gold als langfristiges Wertaufbewahrungsmittel präferieren, ist da nur allzu verständlich", meinen die Finanzprofis bei Flossbach von Storch. (fp) 

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