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Flache US-Renditestrukturkurve und trotzdem keine Rezession

An den Finanzmärkten hält sich mehr oder weniger hartnäckig die Vorstellung, dass eine flache oder sogar inverse Zinsstruktur in den USA immer einer Rezession vorausgeht und damit als Warnsignal gewertet werden kann.

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Dr. Christian Jasperneite, CIO von M.M. Warburg & CO
© M.M.Warburg

Eine flache Renditestrukturkurve entsteht immer dann, wenn die Rendite von Anleihen mit langen Laufzeiten in etwa auf dem Niveau der Renditen kurzlaufender Anleihen liegen. Von einer Inversion spricht man, wenn die Renditen langlaufender Anleihen sogar unter denen
kurzlaufender Anleihen notieren.

Ist dieses Mal alles anders?
"Aktuell beträgt beispielsweise die Zinsdifferenz zwischen US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit und zweijähriger Restlaufzeit weniger als 0,5 Prozentpunkte – im historischen Kontext ist das ein extrem geringer Wert, der auch ökonomisch wenig Sinn macht, da langlaufende Anleihen ein höheres Risiko tragen als kurzlaufende Anleihen", fasst Dr. Christian Jasperneite, CIO von M.M. Warburg & CO, zusammen. Diese flache Zinsstrukturkurve sei in der Vergangenheit in der Tat sehr oft ein Vorbote für eine Rezession gewesen, und natürlich stelle sich die Frage, warum es diesmal anders sein sollte.

Ein guter Grund, warum dieses Mal alles anders ist, ist vorhanden 
Aus Sicht von M.M. Warburg & CO gibt es aber tatsächlich einen guten Grund dafür, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Jasperneite: " Dieser Grund besthet darin, dass die Zinsstruktur nicht flach ist, weil die Rendite langlaufender Anleihen aufgrund schlechter Daten
sinkt, sondern weil die Rendite kurzlaufender Anleihen aufgrund guter Daten und daraus resultierender höherer Leitzinsen steigt. Wir bleiben also weiterhin optimistisch." (kb)

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