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Fisch: Verunsicherte Investoren können jetzt Wandelanleihen anvisieren

Anleger, die eher die Risikofaktoren in ihrer Beurteilung übergewichten und daher pessimistischer gestimmt sind, brauchen jedoch deshalb nicht die Flinte ins Korn zu werfen. Stattdessen sollten sie in Erwartung der nächsten Phase im Konjunkturzyklus Wandelanleihen im Blick haben.

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Wandelanleihespezialistin Ute Heyward von Fisch Asset Management in Zürich
© Fisch AM

Mit ihrem eingebauten Schutzmechanismus und dem asymmetrischen Risiko-Rendite-Profil können Wandelanleihen potenzielle Verluste begrenzen. „Im Falle einer anhaltenden Schönwetterphase an den Finanzmärkten partizipieren sie aber auch weiterhin an den Kurszuwächsen“, sagt Ute Heyward, Portfolio Manager bei Fisch Asset Management in Zürich. 

Drei Phasen untersucht
Zur Illustration dienen drei Phasen mit markanten Aktienmarktrückgängen in diesem Jahrhundert, die Fisch Asset Management einmal genau untersucht hat. „Beginnen wir chronologisch in den Jahren 2000 bis 2002. Während das Platzen der Dotcom-Blase bei globalen Aktien (MSCI World USD) Kurseinbußen von 45 Prozent zur Folge hatte, begrenzten Wandelanleihen (Thomson Reuters Global Vanilla Index Hedged USD) die Rückgänge auf weniger als 20 Prozent. In den Jahren 2002/2003 erneuerten konvexe Wandelanleihen-Neuemissionen das Universum regelmäßig und ‚regenerierten‘ dadurch ihre Aktiensensitivität“, so die Wandelanleihenexpertin.

Pull-to-Par-Effekt
Der Zeitraum von Herbst 2007 bis Anfang 2009 war mit dem Ausbruch der Finanzkrise auch für den Wandelanleihenmarkt ein Rückschlag in nie gekannter Dimension, da bestimmte Sonderfaktoren wie eine stark ausgetrocknete Liquidität und Zwangsverkäufe entscheidende Rollen spielten. Den Kurseinbußen von rund 35 Prozent standen Aktienmarktkorrekturen mit deutlich über 50 Prozent entgegen. Dank des Pull-to-Par-Effekts (schrittweise Annäherung des Anleihekurses zum Nominalwert oder Rückzahlungspreis bei abnehmender Laufzeit) erholten sich Wandelanleihen doppelt so schnell auf ihre vorherigen Höchststände wie Aktien.

Airbag-Funktion der Wandler 
In den Folgejahren gab es nur wenige größere globale Kurskorrekturen. Nicht ganz so stark waren entsprechend die Verluste im vierten Quartal 2018, aber dennoch ein Lehrbeispiel für die Funktion von Wandelanleihen. Mussten Aktienmärkte rund 18 Prozent Kursrückgänge verkraften, hielten sich die Verluste bei Wandelanleihen bei moderaten acht Prozent. Die Wandelanleihen-Verluste waren also lediglich rund halb so hoch wie bei Aktien und es erfolgte eine schnelle Erholung im ersten Quartal 2019 auf neue Höchststände aufgrund der Aktienmarktpartizipation.

Geringere Drawdowns
Abschließend sagt Heyward: „Der generell geringere Drawdown bei Wandelanleihen ist gleichbedeutend mit einem tieferen Risiko für Investoren. Entsprechend sollten sich Investoren diese spezielle Anleihegattung etwas genauer ansehen. Wandelanleihen ermöglichen aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften den defensiven Einstieg in die Aktienmärkte und weisen im langfristigen Vergleich eine aktienähnliche Rendite aus bei deutlich geringerer Volatilität. Und da mit zunehmender Volatilität bei den Aktienmärkten zu rechnen ist, stellen Wandelanleihen auch aus diesem Aspekt heraus eine interessante Alternative dar.“ (kb)

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