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Integration von ESG-Kriterien bei Infrastruktur-Investitionen

Charles Dupont und Claire Smith, Schroders erläutern beim Investmentforum am Beispiel des US-amerikanischen Energieversorgers Pacific Gas & Electric Corporation die Integration von ESG Kriterien in den Investmentprozess. Erfahren Sie mehr!

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Fisch AM: Überraschen FED und EZB den Markt mit Zinserhöhungen?

Laut Beat Thoma, CIO bei Fisch Asset Management, könnten Investoren durch Zinserhöhungen der Zentralbanken am falschen Fuß erwischt werden. Denn viele Anleger übersehen eine wichtige Entwicklung. Das könnte ihnen teuer kommen.

Beat Thoma, CIO bei Fisch Asset Management
Beat Thoma, Fisch Asset Management
© Axel Gaube / Institutional Money

Auch wenn derzeit die meisten Profianleger für das laufende Anlagejahr von keinen Zinserhöhungen in den USA und in der Eurozone ausgehen – in den Stein gemeißelt ist dies keineswegs. Für Beat Thoma, CIO bei Fisch Asset Management in Zürich, sollten Anleiheninvestoren eine Situation berücksichtigen, die die wenigsten auf dem Radar haben - und zwar Handlungsdruck für die Notenbanken aufgrund eines bestimmten Szenarios.

Immer höhere Löhne könnten die Inflation anheizen
Die Löhne im Euroraum und in den USA steigen stark. „Beispielsweise betrug die Lohninflation im Euroraum 2,3 Prozent im vierten Quartal 2018“, erklärt Thoma. Generell erfolgte im Gesamtjahr 2018 ein deutlicher Anstieg der Lohninflation gegenüber den Vorjahren. „Und in den USA beobachteten wir zuletzt einen Anstieg der Lohninflation auf 3,4 Prozent und damit auf den höchsten Wert seit knapp über zehn Jahren“, berichtet Thoma.

Hinzu kommen global Basiseffekte bei der Inflation wegen des höheren Erdölpreises, was zu einem deutlichen Anstieg der Teuerung führen werde. Diese Entwicklung könnte Thomas Einschätzung nach zu einer Situation führen, die sowohl die EZB als auch die US-Notenbank dazu bringt, trotz temporärer konjunktureller Delle doch wieder an der Zinsschraube zu drehen. Dies wäre speziell dann der Fall, wenn die Konjunktur wieder anzieht und sich die Stimmung im Handelskrieg zwischen den USA und China verbessert. „Die Vergangenheit zeigt, dass sich gerade die Fed bei Lohnanstiegen, mehr Wachstum und höherer Teuerung gezwungen sah Zinsanhebungen durchzuführen“, warnt Thoma. „Es ist daher bei der Allokation angebracht, ein gewisses Überraschungspotenzial bei der Zinsentwicklung zu berücksichtigen. Eine Rücknahme der Duration dürfte derzeit eine angemessene Reaktion auf die nach dem jüngsten Anstieg eher teuren Staatsanleihemärkte sein.“ (aa)

 

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