Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Ad

Integration von ESG-Kriterien bei Infrastruktur-Investitionen

Charles Dupont und Claire Smith, Schroders erläutern beim Investmentforum am Beispiel des US-amerikanischen Energieversorgers Pacific Gas & Electric Corporation die Integration von ESG Kriterien in den Investmentprozess. Erfahren Sie mehr!

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Fisch AM: Dieser Faktor hebt Quantitative-Tightening-Effekt auf

Laut Beat Thoma, CIO bei Fisch Asset Management in Zürich, sei es für institutionelle Investoren noch zu früh für Bremsmanöver bei ihren Engagements. Der Fisch AM-CIO nennt dafür gute Gründe, die Investoren optimistischer stimmen sollten.

Beat Thoma, CIO bei Fisch Asset Management
Beat Thoma, CIO bei Fisch Asset Management: "Wir sehen keine unmittelbare Gefahr eines Absturzes – es gibt vielmehr verschiedene Lichtblicke. Für Anleger wäre es also verfrüht, ihr Portfoliorisiko jetzt deutlich zu reduzieren."
 
© Axel Gaube / Institutional Money

Für den Fisch Asset Management-CIO lohnt sich ein Blick auf die monetäre Ausgangslage des Systems und hier besonders auf die Entwicklung der extrem bedeutsamen Geldmultiplikatoren. Dies sei laut Beat Thoma ein wenig beachteter Indikator, der nicht manipuliert werden könne – auch von den Notenbanken nicht – und dem damit höchste Aussagekraft zukomme.

Geldschöpfungskraft ist entscheidend
Geldmultiplikatoren sind ein Maß für die Geldschöpfungskraft des privaten Bankensystems. Sie zeigen, was der private Kreditkreislauf aus dem von der Notenbank zur Verfügung gestellten Geld macht. Insbesondere umfassen die Geldmultiplikatoren Teile der Kreditvergabe der Banken an private Investoren und Unternehmer.

Der Geldmultiplikator in den USA steigt laut Thoma schon seit drei Jahren, während sich Europa nach einem langen, gefährlichen Rückgang jetzt stabilisiert und sogar nach oben dreht. Nur Japan ist noch etwas zögerlich.

Dieser Anstieg erfolge trotz zunehmend restriktiverer Geldpolitik, wie beispielsweise Quantitative Tightening (QT), der Notenbanken. „Oder anders formuliert: Das Geld, das die Zentralbank aus dem Kreislauf entfernt, wird durch die Kreditschöpfung der privaten Banken mehr als kompensiert. Das ist extrem positiv“, erklärt Thoma.


Veranstaltungshinweis: 
Fisch Asset Management hält am 12. Institutional Money Kongress, der von 26. bis 27. Februar 2019 im Frankfurter Congress Center stattfindet, einen Workshop zum Thema Hochzinsanleihen. Mehr Informationen dazu nachfolgend. Eine Kongress-Anmeldung ist u.a. HIER möglich


Weitere positive Faktoren
Hinzu kämen laut Thoma weitere Faktoren, die ihn optimistisch stimmten: die Notenbanken seien auf Kurs, also weder zu expansiv noch zu restriktiv und die Inflationserwartungen bleiben ebenfalls unter Kontrolle.

In Kombination mit dem extrem starken US-Arbeitsmarkt ergäbe sich ein optimales Gleichgewicht zwischen Wachstum, Geldversorgung und Preisniveau.

„Sämtliche dieser Entwicklungen werden zudem im Verhalten der Zinskurve auf den Punkt gebracht: Seit mehr als 70 Jahren wurde jede Rezession durch eine vollständige Abflachung (oder sogar Inversion) der Zinskurve rechtzeitig angekündigt. Das heißt, die langfristigen Zinsen waren auf dem gleichen Zinsniveau wie das kurze Ende (oder sogar darunter). Dies ist aber zumindest im Moment noch nicht der Fall“, betont Thoma.

Bevor es zum Absturz der Konjunktur und einer langfristigen Baisse an den Märkten käme, müssten sich zuerst die oben von Thoma erwähnten Indikatoren verschlechtern, insbesondere die Zinskurven. Es gäbe dem Fisch AM-CIO zufolge auch keine größeren Fehlbewertungen oder gar Blasen – weder am Aktien- noch am Kreditmarkt. Dies runde den Katalog an Lichtblicken ab.

„Somit zeigt unsere Navigation im Augenblick, dass auch nach zehnjährigem Aufschwung das Wirtschafts- und Finanzsystem noch ganz gut in einem Gleichgewicht ist, das sich allerdings von Zeit zu Zeit auf einem leicht anderen Niveau einpendeln muss. Dies ist in der Regel von erhöhter Volatilität begleitet, aber eben meist nicht der Anfang vom Ende. Investoren können weiterhin kontrolliert Gas geben bezüglich der Portfolio-Allokation, denn für Bremsmanöver ist es noch zu früh“, erklärt Thoma abschließend. (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen