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Fidelity: Übertriebener Ölpreisverfall sorgt für Opportunitäten

Der Ölpreis wird nicht mehr lange fallen, sagt Fidelity-Analyst Randy Cutler. Er hält Tempo und Ausmaß der jüngsten Korrekturen für überzogen. Anleger könnten von einer Trendwende profitieren.

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© Thissatan / stock.adobe.com

Die jüngsten Korrekturen beim Ölpreis eröffnen Investoren neue Chancen, sagt Randy Cutler, Senior Credit Analyst für Rohstoffunternehmen bei Fidelity. So seien durch den Preisverfall insbesondere Ölfirmen derzeit attraktiv bewertet. Der Anlageprofi rechnet zudem mit einer baldigen Trendwende: Zuletzt hätten politische Manöver und technische Verkäufer den Ölpreis absacken lassen. "Inzwischen ist das Ausmaß der Korrekturen überzogen", sagt Cutler. 

Zwar rechneten viele Händler über längere Sicht mit weiter fallenden Preisen. Doch die Preiskurve am Öl-Terminmarkt sei für das Jahr 2019 nach oben gerichtet. "Das heißt, die Futures notieren über den Kassakursen", erklärt Cutler. Dies sei ebenso ein Indiz für einen baldigen Anstieg des Ölpreises wie die jüngste Entwicklung des Relative-Stärke-Index. Dieser notiert derzeit im überverkauften Bereich.

Rohstoffkartell hat aus der letzten Baisse gelernt
"Sollte die Opec Anfang Dezember die Fördermengen kürzen, dürften wir mit unserer Schätzung von 70 US-Dollar für Brent und fünf bis zehn US-Dollar weniger für WTI richtig liegen", sagt der Fidelity-Experte. Im ersten Quartal sei die Nachfrage traditionell gering, sodass das Angebot gedrosselt werden müsse. Die Opec habe bereits ihre Bereitschaft dafür signalisiert.

"Die Unternehmen haben ebenfalls ihre Lehren aus der letzten Baisse gezogen", erklärt Cutler. Trotz niedrigerer Preise wurde die US-Schieferproduktion nicht gedrosselt. Stattdessen optimierten die Firmen ihre Kostenstruktur und kurbelten ihre Innovationstätigkeit an. (fp)

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