Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Großanleger sucht Immobilien-Manager

Ad

Ein institutioneller Investor sucht einen Manager für ein Immobilien-Mandat mit einem Volumen zwischen 200 und 500 Millionen Euro. Mehr Informationen zum Mandat erhalten nur registrierte User. Mehr erfahren >>

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Fidelity über den möglichen Börsenausschluss chinesischer Unternehmen

Die ventilierten Pläne der US-Administration, über den Ausschluss chinesischer Unternehmen von den US-Finanzmärkten Chinas Kapitalhunger unbefriedigt zu lassen, hat die Kurse der davon betroffenen Unternehmen unter Druck gebracht. Fidelity gibt dazu eine kurze Markteinschätzung ab.

Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity International
Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity International
© Fidelity International

Medienberichten zufolge plant die US-Regierung, bestimmte Kapitalströme von den USA nach China in verschiedener Form zu begrenzen. Dabei könnten unter anderem chinesische Firmen von US-Listings ausgeschlossen werden, wenn sie ihre Bücher nicht vollständig den US-Behörden öffnen. "Die Gesetzesinitiative geht auf Senator Mark Rubio zurück, der einen solchen Vorschlag im Juni unterbreitet hatte", erinnert Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity International, vor dem Hintergrund einer möglichen Begrenzung der Kapitalströme von den USA nach China.

1,2 Billionen US-Dollar
Da viele der großen chinesischen Technologie-Firmen an der NASDAQ gelistet sind (die aktuelle Kapitalisierung chinesischer Firmen an US-Börsen beträgt insgesamt über 1,2 Billionen US-Dollar), hat dieser Punkt laut Roemheld große Bedeutung für die Kapitalbeschaffung der Unternehmen in China. "Aktuell werden diese Listings weiterhin gerne für Börsengänge chinesischer Unternehmen genutzt."

Ein solcher Schritt erscheine nach Ansicht Roemhelds aus heutiger Sicht sehr drastisch und daher unwahrscheinlich. Er gibt aber einen Ausblick auf Maßnahmen, die bei einer weiteren Eskalation des Handelskonfliktes in einem „Worst-Case-Szenario“ ins Feld geführt werden könnten. Fidelity geht aktuell jedoch nicht von einem „Worst-Case-Szenario“ aus. Vielmehr wirke diese Drohung wie eine bewusst lancierte Meldung, um den Druck auf die Chinesen vor den nächsten Verhandlungen nochmals stark zu erhöhen und einen besseren „Deal“ von Seiten der USA zu erzielen. "Das Risiko dieser Strategie für die USA ist ebenfalls hoch, da man die Glaubwürdigkeit, die Verlässlichkeit und das Vertrauen in die US-Börsen damit aufs Spiel setzt", merkt Roemheld an.

Blick in die Zukunft
Die Marktkapitalisierung chinesischer Gesellschaften ist in den globalen Indizes aktuell nach wie vor unterrepräsentiert, daher werden die Gewichtungen im Laufe der kommenden Monate und Jahre ohnehin deutlich wachsen. Dabei ist anzunehmen, dass auch die bislang kritisierten Punkte „gute Unternehmensführung“ (Governance) und Transparenz künftig von chinesischer Seite stärker adressiert werden.

Vor diesem Hintergrund würden sich laut Roemheld chinesische Firmen künftig sehr wahrscheinlich auch verstärkt nach anderen Börsenplätzen für ihre Listings umsehen. "Im gleichen Zuge öffnet China seine eigenen Kapitalmärkte zunehmend für ausländische Gesellschaften, jüngst mit der Aufhebung der Investitionsquotenbeschränkungen für QFII und RQFII Anfang September", erklärt Roemheld abschließend. (aa)

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren