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Feri: Jüngster Börsenaufschwung basiert auf wackeligem Fundament

Nach Ansicht des Head of Asset Allocation in der Feri-Gruppe wird das zuletzt gesehene Sommerhoch der Aktienmärkte nicht von Dauer sein. Zu groß seien die Belastungsfaktoren für die Aktienmärkte wie Inflation und sinkende Gewinnerwartungen.

Eduard Baitinger, Feri Gruppe
Dr. Eduard Baitinger, Feri-Gruppe
© Feri Trust

Eine übertriebene Euphorie sei nicht angebracht. Bei den aktuellen Kursgewinnen handle es sich um eine temporäre Erholung innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends. Denn das Fundament, auf dem die momentane Erholung beruht, sei  weiterhin äußerst fragil, warnt Dr. Eduard Baitinger, Head of Asset Allocation in der Feri-Gruppe in einer aktuellen Markteinschätzung.

Corporate America unter Kostendruck
Auch wenn die US-Wirtschaft zuletzt einige Entspannungssignale gesendet habe, blieben die Unternehmensgewinne ein kritischer Faktor. Der Lohndruck durch den Aufschwung am Arbeitsmarkt und höhere Einkaufspreise bedeuten steigende Kosten für die US-Unternehmen. Da die hohe Inflation wiederum zu negativen Reallöhnen führt, erscheint eine vollständige Weitergabe dieser Kosten an die Verbraucher ausgeschlossen, weist Baitinger hin.

Hinzu kommt die starke Aufwertung des Dollars. US-Exportgüter werden dadurch teurer. Dies könnten vor allem die großen US-Aktiengesellschaften zu spüren bekommen, die einen wesentlichen Teil ihrer Gewinne im Ausland erwirtschaften. Schon jetzt zeichnet sich bei den Gewinnschätzungen, die auf täglicher Basis aktualisiert werden, eine rückläufige Ertragsdynamik ab. Steigt der Druck auf die Margen weiter, sind Einschnitte bei den Gewinnen unausweichlich, warnt Baitinger.

Aktienmärkte vor weiteren Abgaben
Ein weiterer Faktor, der im klaren Widerspruch zum momentanen Zwischenhoch an den Aktienmärkten steht, sind die erneut steigenden Zinsen. Noch wird dieser Zusammenhang größtenteils ignoriert. Führende Notenbanker der Fed haben zuletzt mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass die Leitzinsen – gerade im Hinblick auf 2023 – deutlich stärker ansteigen könnten als gegenwärtig erwartet.

"Anleger sollten den Aktienkursen daher nicht hinterherlaufen, sondern abwarten, bis der künftige Zinserhöhungspfad klarer zu erkennen ist. Sollten die Märkte in den kommenden Monaten von größeren Zinsschritten überrascht werden, sind erneute Korrekturen an den globalen Börsen wahrscheinlich. Dann wäre ein guter Zeitpunkt für Nachkäufe gekommen", erklärt Baitinger abschließend. (aa)

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