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BlackRock: Dieses Potenzial haben die wichtigsten Stilfaktoren

Asset Manager BlackRock hat seine aktuelle Einschätzung zu den wichtigsten Stilfaktoren wie Quality, Value, Momentum, Low Volatility oder Size veröffentlicht. Derzeit werden zwei Faktoren leicht übergewichtet, während ein Faktor stark untergewichtet wird.

Hamed Mustafa, Leiter Institutional Sales Deutschland im Bereich ETF und Index Investing bei BlackRock
Hamed Mustafa, BlackRock
© Axel Gaube

BlackRock hat seine jüngste Einschätzung zu aktuellen Chancen und Risiken einzelner Stil-Faktoren veröffentlicht. Hamed Mustafa, Leiter Institutional Sales Deutschland im Bereich ETF und Index Investing bei BlackRock, kommentiert die Juni-Einschätzung: „Minimum-Volatility-Aktien mit relativ geringer Schwankungsbreite haben wir weiterhin leicht übergewichtet. Denn in einem Umfeld langsameren und schwächeren Wirtschaftswachstums können sich Minimum-Volatility-Aktien erfahrungsgemäß besonders gut entwickeln. Zudem ist die Bewertung dieses Stil-Faktors etwas zurückgegangen. Die relative Stärke sticht indes nicht hervor.

Zudem behält BlackRock das leichte Übergewicht in Quality-Aktien, sprich in Papieren qualitativ hochwertiger Unternehmen mit besonders gesunden Bilanzen, bei. Die Bewertungen seien günstiger geworden. Unterdessen hat die relative Stärke zwar nachgelassen, sie bleibt gegenüber anderen Stil-Faktoren aber attraktiv. Zudem spricht laut Mustafa das Konjunkturumfeld weiterhin für diesen eher defensiven Faktor.

Momentum stark untergewichtet
Deutlich untergewichtet bleibt BlackRock bei Momentum-Aktien, sprich Werten im Aufwärtstrend. Denn die relative Stärke habe weiter abgenommen. Und die Bewertung sei nach wie vor recht hoch, auch wenn sie leicht zurückgegangen ist. Außerdem sei das Konjunkturumfeld nicht ideal für diesen Faktor, der sich am besten bei starkem Wirtschaftswachstum entwickelt.

Size und Value: Neutral
BlackRocks Positionierung im Faktor Size, also in Aktien kleinerer Unternehmen, bleibt neutral, obgleich diese zuletzt etwas zurückgefahren wurde. Zwar hat die relative Stärke leicht zugenommen, andererseits hat jedoch die Bewertung angezogen. Darüber hinaus spricht laut Mustafa das veränderte Konjunkturumfeld für eine neutrale Positionierung in diesem Stil-Faktor.

"Bei Value-Aktien, das heißt zum Beispiel bei Titeln mit niedrigen Kurs-Gewinn- oder Kurs-Buchwert-Verhältnissen, halten wir ebenfalls an unserer neutralen Gewichtung fest – auch wenn wir sie zuletzt etwas reduziert haben. Auf der einen Seite hat die relative Stärke sich verbessert, auf der anderen Seite ist die Bewertung gestiegen. Auch das Konjunkturumfeld spricht für eine neutrale Positionierung in Value-Aktien", erklärt Mustafa abschließend. (aa)

Redaktioneller Hinweis: In der aktuellen Printausgabe (2/2020) von "Institutional Money" wird ab Seite 153ff die Entwicklung von Stilfaktoren im Corona-Crash beleuchtet. Nachzulesen online auch HIER.

 

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