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Die neue Normalisierung

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Seit 2009 haben die Zentralbanken ihre Bilanzen auf beispiellose Art aufgebläht. Angesichts des weltweit verbesserten Wirtschaftsumfelds hat die Notwendigkeit einer „Normalisierung“ – Anhebung der Zinsen und Reduzierung der Bilanzen – zu einer vierten Welle des Tapering geführt.

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Fachkreistagung Kapitalanlagen & Asset Management plus Fotogalerie

Die diesjährige Fachkreistagung Kapitalanlagen & Asset Management fand am 7. September 2017 auf Einladung der Vereinigung der Versicherungs-Betriebswirte e.V. (VVB) und Hauck & Aufhäuser Privatbankiers in Köln statt.

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Die Tagung bot einen perfekten Rahmen, um sich untereinander auszutauschen.
 

Die versammelten Versicherungs- und Investmentexperten erwartete ein fachlich fundierter volkswirtschaftlicher Ausblick von Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer von Hauck & Aufhäuser Privatbankiers, der über das noch immer vorherrschende Niedrigzinsniveau einerseits und das herausfordernde Rechnungszinsniveau andererseits sowie die Entwicklung der Kapitalmärkte sprach. Pfingsten legt dar, dass das aktuelle Zinsniveau in Europa das Versicherungsgeschäft belaste und dem Staat helfe. Aufgrund der sinkenden Renditebeiträge von Anleihen sei es unumgänglich, Aktien-Risikoprämien in das Portfolio zu integrieren. Der Ökonom ging des Weiteren den Ursachen der Wachstumsschwächen auf den Grund und stellt dabei die Frage, ob die Ökonomik den Wachstumsprozess überhaupt verstanden habe.

Ursachen der Wachstumsschwäche

Hier nennt Pfingsten die demographische Entwicklung, d.h. die Alterung der Gesellschaft, sowie den trendmäßigen Rückgang der Produktivität, Investitionslücken, Fehlanreize hinsichtlich der Arbeitsmärkte, Steuern bzw. der Investitionsfinanzierungen sowie das Anwachsen der Steuer- und Abgabenlast. Dazu geselle sich die hohe Staatsverschuldung sowie die Ungleichheit hinsichtlich der Einkommens- und Vermögensverteilung. All dies führe zu abnehmender Nachfrage, folglich zu sinkenden Investitionen und damit abnehmenden Wachstumspotential. 

Alternative Anlageklassen wie Cat-Bonds, L/S-Equity sowie Exposure zu M&A und Volatilität können jedenfalls eine Lösung für das Niedrigzinsumfeld darstellen. Jede Strategie ist für sich genommen zwar attraktiv, birgt für sich genommen jedoch auch Risiken. Nicht zu vergessen sei, dass Diversifikation den einzigen Free Lunch in der Kapitalanlage darstellt. Zu einem Zinsanstieg sollte es erst nach Beendigung des Tapering der EZB im 3. Quartal 2018 kommen. Ob dieser ohne Marktverwerfungen möglich sei werde, müsse sich zeigen. so Pfingsten.

Weitere Themen

Die daran anschließenden Referate befassten sich mit den neuen Aufgaben der Verwahrstelle, den Transparenzoptionen und deren Folgen beziehungsweise gaben einen Einblick in die aktuelle und wirtschaftspolitische Situation in China, in das Investmentsteuergesetz 2018 und dessen Tücken sowie in nachhaltige Anlagestrategien. (ip/kb)

 

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