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Fabrice Jacob, JK Capital: Nach Korrektur in China einsteigen!

Der CEO von JK Capital Management ist für chinesische Aktien optimistisch gestimmt und empfiehlt, spätestens nach der nächsten Marktkorrektur bei chinesischen Dividendenwerten einzusteigen bzw. aufzustocken. Angesichts gestiegener Aktienkurse sei nun aber aktives Stockpicking empfehlenswert.

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Fabrice Jacob konnte mit der hinter dem Aktienfonds "La Francaise JKC China Equity" stehenden Strategie die Benchmark MSCI Free China auf lange Sicht klar outperformen. Da der Fonds auch viele Nebenwerte kauft, die im Index nicht oder nicht hoch gewichtet sind, weicht die Performance in manchen Jahren vom Index spürbar ab. Das spricht für einen hohen Active Share Anteil und wird von vielen Investoren sehr geschätzt.

 
© JK Capital Management

„Auch wenn der chinesische Aktienmarkt sicherlich nicht mehr zu den günstigsten Märkten der Welt gehört, rechtfertigen die fundamentalen Bewertungen noch immer einen Einstieg“, erklärte Fabrice Jacob, Chairman, CEO und Portfoliomanager von JK Capital Management vor professionellen Marktteilnehmern anlässlich eines von Third Party Marketer Willenbacher Advisory organisierten Marktausblicks in Wien. Zum Hintergrund: An JK Capital Management ist neben Mastermind Jacob auch der französische Asset Manager "La Francaise" beteiligt, der sich mittels Willenbacher Advisory um die Investorenbetreuung in Österreich kümmert.

Jacob verantwortet unter anderem als Lead-Manager die zwei Aktienfonds La Francaise JKC Asia Equity, den La Francaise JKC China Equity sowie große Mandate für Danske Bank und Russel Investments. Ihm zu Seite steht die Asiatin Sabrina Ren, die Jacob auf der Roadshow begleitete und immer mehr Aufgaben von Jacob übernehmen soll. Der sehr erfahrene Jacob (über 30 Jahre, davon 22 Jahre in asiatischen Aktien) ließ am Anfang der Präsentation Ren die herauseigene Herangehensweise beim Portfoliomanagement erläutern. „Wir sind sehr aktiv und machen viele Vor-Ort-Besuche“ betonte Ren und verwies auf über 700 Unternehmensbesuche pro Jahr. Wobei nicht nur jene Unternehmen, deren Aktien man kaufen möchte, besucht werden, sondern auch deren Mitbewerber, Kunden oder Lieferanten. Das soll Jacob und Ren ein möglichst umfangreiches Bild vermitteln, um im Rahmen des verfolgten Bottum-up-Value-Ansatzes, bei dem im Gegensatz zum Vergleichsindex auch Mid und insbesondere Small Caps beigemischt werden, die besten Einzeltitel zu finden und zu kaufen. Ein Blick auf die Langfristperformance (siehe oben in der Bildergalerie) zeigt, dass dieses Ziel offenbar erreicht wurde: Seit Strategiebeginn im Februar 1998 erzielte Jacob eine Performance von 256 Prozent, wohingegen der MSCI China Free-Index lediglich 56 Prozentbrachte (Stand per Mitte September 2017). Year-to-Date brachte der „La Francaise JKC China Equity“ 42,2 Prozent und der MSCI China Free-Index 41,7 Prozent.

Korrektur wird herbeigesehnt
Angesichts dieser YTD-Performance sollten Investoren auf eine Korrektur warten, um Positionen zu eröffnen. Das Problem: Der chinesische Aktienmarkt ist seit Jahresanfang jeden Kalendermonat gestiegen, ohne nennenswert auszuatmen. „Wir hoffen auf eine Marktkorrektur, um nachzukaufen“, erklärten Ren und Jacob unisono, die dann auch ihre mittlerweile sechsprozentige Cashquote im Fonds reduzieren könnten.

Laut Einschätzung von Jacob stehen die Emerging Markets und damit auch China vor einer mehrjährigen Outperformance gegenüber den OECD-Aktienmärkten. Entscheidend sei wie so oft im Falle der Schwellenländer die Entwicklung des US-Dollars sowie der Rohstoffpreise. Sofern der Greenback gegenüber den meisten großen Weltwährungen schwächer geht, seien Emerging Markets jedenfalls die erste Wahl. Falls Investoren nun das Gefühl haben sollten, sie hätten am chinesischen Aktienmarkt den Großteil der Rally versäumt, sei laut Ren ein Blick auf die Zehnjahres-Performance des MSCI China ratsam: Da 2007 die Kurse hoch waren, gab es zumindest in diesem Zehn-Jahreszeitfenster nur eine volatile Seitwärtsbewegung, die sich nun aber nach oben auflösen könnte.

Gegenwind könnte aber von der Politik kommen, falls im Herbst am 19. Parteitag der kommunistischen Partei Reformer an die Macht kämen und die Märkte damit aufkeimende Unsicherheiten mit Kursabschlägen beantworten würden. Spätestens dann wäre aber die von vielen Investoren lang ersehnte erwartete Marktkorrektur da…

Auf diesen Kursrücksetzer warten derzeit wohl viele Investoren, um endlich kaufen zu können. Denn viele EM-Fondsmanager hätten Länder wie Brasilien und insbesondere Indien stark übergewichtet, während China gegenüber dem MSCI Emerging Markets Index untergewichtet sei, wie eine von vielen interessanten Grafiken in der Bildergalerie oben zeigt. (aa)

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