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EZB-Ratsmitglied verteidigt graduelles Vorgehen

Der italienische Zentralbankchef und EZB-Ratsmitglied Ignazio Visco erachtet die Reaktion der Europäischen Zentralbank auf steigende Inflation als angemessen. Graduelle Erhöhungen seien nicht als "langsam" zu betrachten.

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Ignazio Visco
© Bloomberg / Bloomberg News

Die Europäische Zentralbank wird nach den Worten von EZB-Ratsmitglied Ignazio Visco bei der Straffung ihrer Geldpolitik weiterhin schrittweise vorgehen. “Wir werden abhängig von den Daten sehen, wie es weitergeht, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht schrittweise vorgehen werden”, sagte der italienische Zentralbankchef in einem Interview mit Bloomberg TV. Graduell vorzugehen “bedeutet, sich Schritt für Schritt zu bewegen. Es bedeutet nicht, sehr langsam zu sein”. Visco fügte hinzu, dass man noch nicht sagen könne, ob der nächste Zinsschritt eine Anhebung um einen Viertel- oder einen halben Prozentpunkt sein sollte.

EZB steht derzeit unter Zugzwang
Die EZB muss sich sputen, die Rekordinflation in der Eurozone in den Griff zu bekommen: Sie liegt bereits bei mehr als dem Vierfachen der angestrebten 2,0 Prozent und hat ihren Höhepunkt womöglich noch gar nicht erreicht. Die Währungshüter hatten letzte Woche die erste Anhebung seit mehr als zehn Jahren vorgenommen mit einer Anhebung um einen halben Punkt - mehr als erwartet.

Viscos Ratskollege Martins Kazaks, der als einer der schärfsten Falken gilt, hatte zuvor gesagt, weitere größere Zinserhöhungen könnten kommen und sich dafür ausgesprochen, dass der Zinsschritt im September “auch ziemlich deutlich ausfallen muss”.

TPI ist nicht nur für Italien allein da
Visco widersprach der Interpretation, das neue Instrument der EZB gegen Verwerfungen am Bondmarkt - offiziell als Transmission Protection Instrument bezeichnet - sei darauf ausgelegt, “ein einzelnes Land” wie seine Heimat Italien zu schützen. Gleichzeitig kritisierte er die aktuelle Bewertung italienischer im Vergleich zu deutschen Anleihen.

“Der derzeitige Spread gegenüber deutschen Bundesanleihen ist viel höher als das, was durch die makroökonomischen Fundamentaldaten des Landes gerechtfertigt wäre”, sagte Visco. “Aber das hat immer noch etwas mit der politischen Unsicherheit zu tun, die der Markt sieht.” (aa)

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