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EZB-Rat Martins Kazaks hält Zinsschritt schon im Juli für möglich

Die Europäische Zentralbank könnte die Zinssätze angesichts hoher Inflation bereits im Juli anheben und im Laufe der zweiten Jahreshälfte weiter straffen.

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© Tobias Arhelger / stock.adobe.com

Die Zinswende in Euroland könnte schon diesen Sommer eingeleitet werden. Laut EZB-Ratsmitglied Martins Kazaks könnte die Zentralbank bereits ab Juli restriktiver werden, da die Inflationsrisiken in der Eurozone “erheblich” seien. Darüber berichtet Bloomberg News.

Es gebe keinen Grund, Geldmärkte anzuzweifeln, die auf einen Einlagensatz von Null in diesem Jahr wetten, so Kazaks, der Gouverneur der lettischen Zentralbank. Ebensowenig Gründe gebe es dafür, den Zinssatz länger als nötig auf diesem “magischen Wert” zu belassen.

“Eine Zinserhöhung im Juli ist möglich, und ich habe keinen Grund, nicht mit dem übereinzustimmen, was die Märkte für die zweite Jahreshälfte einpreisen“, sagte er in einem Bloomberg-Interview. “Wir befinden uns auf einem soliden Weg der geldpolitischen Normalisierung”, auf dem “wir - Schritt für Schritt - allmählich auf null und dann über null kommen.”

Die Notenbanken der USA und Großbritanniens sind bei der Rückführung ihrer Krisenmaßnahmen schon weiter, was die EZB von einigen Seiten der Kritik aussetzt, ihr bedächtigeres Vorgehen könnte zu langsam sein.

Die Märkte scheinen jedenfalls schon etwas höhere Zinsen respektive Zinserhöhungen in der Eurozone einzupreisen, wie nachfolgender Bloombergchart zeigt:

Ein Schritt nach dem anderen...
“Schrittweise bedeutet nicht langsam”, sagte Kazaks. “Es bedeutet nicht, bewusst hinterher zu hinken. Nein, es bedeutet nur zu prüfen, ob die ergriffenen geldpolitischen Maßnahmen angemessen sind.”

Kazaks argumentiert, dass einzelne Zinsschritte von 25 Basispunkten für den Moment “angemessen” erscheinen. Allerdings könnte der Rat jederzeit diskutieren, ob die eingehenden Daten größere Schritte rechtfertigen. 

Die aktuellen Inflationswerte bedeuten jedenfalls, dass ein schnelleres Lohnwachstum keine notwendige Bedingung mehr für eine Zinserhöhung ist. Selbst eine deutliche Verlangsamung des Preisdrucks oder der Wirtschaft würde die Normalisierung nur verzögern, aber nicht aufhalten, sagte er.

Der EZB-Rat sieht weiterhin die Beendigung seines Anleihekaufprogramms von 2015 als Voraussetzung für die erste Zinserhöhung seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Entscheidung darüber steht auf der Tagesordnung der Sitzung am 8. und 9. Juni, bei der auch neue volkswirtschaftliche Prognosen vorliegen werden.

“Wir haben keine Anzeichen von größerem Stress auf den Finanzmärkten gesehen, was mich zu der Überzeugung bringt, dass ein Ende der quantitativen Lockerung zu Beginn des dritten Quartals möglich und angemessen ist”, sagte Kazaks. “Ob dies bereits Ende Juni der Fall sein könnte, werden wir diskutieren müssen, wenn wir neue Prognosen erhalten.” (aa)

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