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EZB-Präsidentin signalisiert ersten Zinsschritt

Die Anzeichen mehren sich, dass auch in der Eurozone steigende Zinsen bevorstehen. Sogar Christine Lagarde scheint nun dauerhaft in das Falkenlager gewechselt zu sein.

Christine Lagarde
Christine Lagarde, EZB
© Andreas Arnold / Bloomberg

Nach zahlreichen EZB-Ratsmitgliedern hat auch Präsidentin Christine Lagarde erneut signalisiert, dass die erste Zinserhöhung im Euroraum seit über einem Jahrzehnt im Juli erfolgen könnte. Sie dämpfte dabei Erwartungen, dass die Europäische Zentralbank sich zu einer Anhebung um einen halben Prozentpunkt entschließen könnte. Darüber informiert Bloomberg News.

Nachdem sich immer mehr Mitglieder des EZB-Rats für den Sommer als Zeitpunkt für die Anhebung ausgesprochen haben, erklärte Lagarde im Interview mit dem niederländischen Fernsehen, ein Zinsschritt könnte “Wochen” nach dem Ende der Nettoanleihekäufe Anfang des nächsten Quartals erfolgen könnte - im Einklang mit den Leitlinien der EZB.

“Wir werden den Weg gehen, die Nettokäufe von Vermögenswerten zu beenden”, sagte Lagarde. “Irgendwann danach - das könnte ein paar Wochen dauern - werden wir die Zinsen erhöhen.”

Angesichts der Rekordinflation schürt Russlands Einmarsch in der Ukraine bei den Notenbankern die Sorge, dass neue Probleme in der Lieferkette die Preise weiter anfachen und die Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie ausbremsen könnten.  

Vergangene Woche brachte der Niederländer Klaas Knot als erstes Mitglied des EZB-Rates eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte auf der Juli-Sitzung ins Gespräch, allerdings für den Fall, dass sich die Daten verschlechtern.

Lagarde sagte auf die Frage nach einer möglichen Erhöhung in dieser Größenordnung: “Das kann ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.” Sie betonte, dass sie mit Knot “die gleiche Richtung” verfolge, aber auch, dass das Wirtschaftswachstum nicht gefährdet werden dürfe.

Gaspedal vorsichtig bedienen
“Wir müssen sicherstellen, dass die Entwicklung langsam genug voranschreitet, damit wir das fahrende Auto nicht ausbremsen”, sagte sie. “Wir müssen sicherlich vom Gaspedal gehen, um die Inflation zu verlangsamen, aber wir dürfen nicht zu rasch vorgehen.”

Da die Inflation fast das Vierfache des Ziels von 2,0 Prozent beträgt und die US-Notenbank im April bereits eine stärker als übliche Straffung vornimmt, werfen Kritiker der EZB vor, zu langsam vorzugehen. Lagarde widersprach.

„Ich kann den Preis für ein Brot im Moment nicht reduzieren, weil der Zinssatz im Moment nichts damit zu tun hat“, sagte sie. Der Einlagensatz im Euroraum liegt derzeit bei minus 0,5 Prozent.

Etwas später äußerte sich Lagarde konkreter. So könnte die EZB wahrscheinlich im Juli mit der Anhebung der Zinsen beginnen und Ende September den Minusbereich verlassen. “Ich erwarte, dass die Nettokäufe im Rahmen des APP sehr früh im dritten Quartal enden”, sagte sie laut Bloomberg am Montag in einem Blogbeitrag. “Dies würde uns bei unserer Sitzung im Juli eine Zinserhöhung ermöglichen, die unseren Leitlinien entspricht. Basierend auf dem aktuellen Ausblick dürften wir in der Lage sein, bis zum Ende des dritten Quartals aus den Negativzinsen auszusteigen. (aa)

 

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