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EZB hält starke Reaktion auf Renditeanstieg für unnötig

Die Europäische Zentralbank sieht informierten Kreisen zufolge keinen Bedarf an drastischen Maßnahmen zur Bekämpfung steigender Anleiherenditen.

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Christine Lagarde
© Alex Kraus / Bloomberg

Die Hoffnung vieler Marktteilnehmer auf eine Reaktion der EZB auf steigende Zinsen könnte verfrüht sein. Denn die Europäische Zentralbank sieht einem Bloombergbericht zufolge keine Notwendigkeit, die Anleiherenditen stark zu drücken. Sie geht davon aus, dass das sie das volkswirtschaftliche Risiko durch ihre verbalen Interventionen und die Flexibilität des Bond-Ankaufprogramms im Griff hat.

Verschiedene Ratsmitglieder haben in den vergangenen Tagen darauf hingewiesen, dass Zinsanstiege die Konjunkturerholung untergraben könnten und der Rendite-Aufwärtstrend nicht gerechtfertigt sei. Panikstimmung herrsche jedoch nicht, hieß es.

Wie laut Bloomberg zu hören ist, wird eine Ausweitung des 1,85 Billionen Euro schweren Ankaufprogramms derzeit nicht für notwendig erachtet. Ob die Käufe in den vergangenen Tagen gesteigert wurden, war aus den informierten Kreisen nicht zu erfahren.

Ein Notenbanker merkte an, dass die Rediten etwa am Montag gesunken seien, nachdem EZB-Vertreter erklärt hatten, die EZB würde gegen nicht gerechtfertigte Anstiege des Zinsniveaus vorgehen.

Bundesanleihen setzten setzten ihren Fall am Mittwoch fort. Die Renditen der 10-jährigen Bonds stiegen vier Basispunkte auf minus 0,31 Prozent. Der Euro handelte wenig verändert bei ca. 1.2091 US-Dollar

Zuletzt hatte am Dienstag EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta das Thema angesprochen. Er ließ wissen, der sprunghafte Anstieg der Renditen von Staatsanleihen sei “unerwünscht und muss bekämpft werden”. Es sei jedoch “nicht zu spät”, zu handeln.

Das französische EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau hatte am Montag gesagt, die EZB könne und müsse auf ungerechtfertigte Bewegungen reagieren, die die Konjunktur untergraben könnten. Notenbank-Vizepräsident Luis de Guindos betonte, es sei wichtig, zu verstehen, warum die Anleiherenditen gestiegen sind. Für die Reaktion darauf verfüge die EZB über die nötige Flexibilität. (aa)

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