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EZB-Chefökonom Praet sieht sein Haus säumig bei der Inflationierung

Kürzlich wies Peter Praet daruf hin, dass die Europäische Zentralbank bislang nur ungenügende Fortschritte zur Erreichung ihres Inflationsziels vermelden könne. Damit bringt der Chefvolkswirt ein wenig Ruhe in die Diskussion, wann nun endlich das Anleihe-Ankaufprogramm zurückgeführt werden soll.

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EZB-Cehfvolkswirt Dr. Peter Praet
© Hemmerich / Institutional Money

Anlässlich eines Vortrags in New York in dieser Woche - schließlich findet dort wieder einmal die halbjährliche Tagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds statt - bestätigte Praet, einer der Starreferenten am Institutional Money Kongress 2013, dass die wirtschaftiche Erholung in der Eurozone zwar an Schwung gewinne, die Inflation aber auf einem insgesamt niedrigen Niveau bleibe. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die EZB sehr vorsichtig in der Frage bleiben wird, wann der geeignete Zeitpunkt gekommen ist, um das Quantitative Easing (QE) zurückzufahren oder - wie es die Zentralbanker in ihrem Fachjargon nennen -, wann der Moment zur Rekalibrierung des Bond-Ankaufprogramms gekommen ist. 

IWF hält derzeit nichts von Bremsmanövern

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte vor einigen Tagen der EZB und anderen Zentralbanken empfohlen, die Politik des leichten Geldes weiterzuverfolgen, bis es sich verfestigende Anzeichen dafür gebe, dass das Inflationsziel auch wirklich erreicht werde. In einem aktuellen Bericht rät der IWF den Staaten zur Vorsicht, denn die Erholung bei Wachstum und Preisen falle in den hoch verschuldeten Ländern der Eurozone noch schwach aus, sodass ein Anziehen der geldpolitischen Zügel Risiken für diese Volkswirtschaften darstellen könne.  

Werden die Empfehlungen beherzigt?

Das QE-Programm der EZB soll zumindest bis Dezember 2017 im Umfang von Ankäufen für 60 Milliarden Euro pro Monat weiterlaufen. Im Laufe dieses Monats ist mit der Bekanntgabe von Plänen zu rechnen, wie es mit dem Ankaufsprogramm 2018 weitergehen soll.

Praet hatte bereits letzte Woche gesagt, dass QE noch zeitlich weiter ausgedehnt werden könnte, wobei dann die Ankäufe auf reduziertem Niveau erfolgen dürften. (kb)

 

 

 

 

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