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Ex-Pimco-Boss El-Erian befürchtet höhere Inflation und Stagflation

Mohamed El-Erian El-Erian sieht die US-Inflation auf neun Prozent steigen und das Eintreten einer Stagflation. Auch die Rezessionrisiken steigen von Tag zu Tag. Nun sind alle Augen auf die US-Zentralbank gerichtet, die es wieder einmal richten soll.

Mohamed El-Erian
Mohamed El-Erian
© Giulio Napolitano / Bloomberg

Die Inflation in den USA könnte sich nach Ansicht von Mohamed El-Erian, ehemaliger Starreferent am 6. Institutional Money Kongress, weiter zuspitzen. Die Rezessionsrisiken indessen seien “im Moment eher negativ”, berichtet Bloomberg News. “Ich denke, man muss sehr zurückhaltend sein in Bezug auf das, was wir über diesen Inflationsprozess wissen”, sagte der frühere Chef der Fondsgesellschaft Pimco und heutige Chef-Wirtschaftsberater der Allianz SE am Sonntag in der CBS-Sendung “Face the Nation”. “Und ich befürchte, dass es noch schlimmer werden wird. Wir könnten durchaus auf neun Prozent kommen.”

Fed hinkt der Entwicklung hinterher
Der Anstieg der US-Verbraucherpreise hat sich im Mai auf 8,6 Prozent beschleunigt und damit ein neues 40-Jahres-Hoch erreicht. Er dürfte die US-Notenbank dazu veranlassen, ihren aggressiven Zinserhöhungszyklus zu verlängern.

El-Erian erneuerte seine Kritik, dass die Fed in puncto Inflation der Entwicklung hinterherhinke. Bei der Zinsentscheidung in dieser Woche rechnet er mit einem Zinsschritt um 50 Basispunkte.

“Wir befinden uns jetzt in einer Phase der Stagflation”, sagte El-Erian. Es drohe eine sich festsetzende Inflation, die die US-Wirtschaft schließlich in die Rezession stürzen könnte. 

Das beste Szenario wäre laut El-Erian, dass die Fed “die Kontrolle über das Inflationsnarrativ wiedererlangt” und eine so genannte weiche Landung erreicht. “Leider ist das Risikogleichgewicht derzeit negativ.”

Ein Lichtblick indessen sei der starke US-Arbeitsmarkt, der derzeit einer Rezession verhindere. Diese sei deshalb ein Risikoszenario und nicht die Grundannahme, so El-Erian. (aa)

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