Logo von Institutional Money
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Evergrande vermeidet erneut Zahlungsausfall in letzter Minute

Mit einer Kuponzahlung in letzter Minute hat die China Evergrande Group erneut einen Zahlungsausfall vermieden und sich damit Zeit verschafft, über den Verkauf von Vermögenswerten neue Barmittel aufzubringen.

pleitegeier_phokrates.jpg
Noch kreist der Pleitegeier bei Evergrande nur, hat aber noch nicht endgültig zugeschlagen.
© phokrates / stock.adobe.com

Einem Bloombergbericht zufolge gingen bestimmten Inhabern der 9,5-Prozent-2024-Dollaranleihe von Evergrande am Donnerstag Zahlungsbenachrichtigungen zu. Damit ein technischer Default vermieden. Der strauchelnde Immobilienentwickler hatte eine am 29. September fällige Zinszahlung ausgelassen. Daraufhin folgte eine 30-Tages-Nachfrist, nach deren Verstreichen offiziell ein Zahlungsausfall festgestellt worden wäre.

Großer Gesprächsbedarf
Zwischen Evergrande und seinen Anleihegläubigern zeichnet sich unterdessen ein Dialog ab. Berater beider Seiten unterzeichneten Anfang der Woche Vertraulichkeitsvereinbarungen zur Vorbereitung möglicher Gespräche über das Management der Schuldenlast des Unternehmens, wie Bloomberg zuvor berichtete. 

Für eine mögliche Umstrukturierung habe China bereits begonnen, die Grundlagen zu schaffen. Buchhaltungs- und Rechtsexperten sollen dazu erst einmal die Finanzen des Konzerns untersuchen. 

Ausbreitung der Liquiditätskrise verhindern
Die Behörden forderten zudem den milliardenschweren Gründer von Evergrande, Hui Ka Yan, auf, die Schuldenlast mit seinem persönliches Vermögen zu lindern. Dies deutet darauf hin, dass Peking vor einer staatlichen Rettungsaktion absehen will, obwohl die Krise inzwischen auf andere Bauträger übergreift und die Stimmung am Immobilienmarkt abgesackt ist.

Chinas Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform forderte die Unternehmen des Landes in dieser Woche auf, “aktive Vorbereitungen” zu treffen, um ihren Zahlungsverpflichtungen im Bezug auf Fremdwährungsanleihen nachkommen zu können. 

Am Donnerstag sackte der Börsenkurs des Immobilien-Entwicklers Kaisa Group Holdings aus Shenzhen um 18 Prozent ab, nachdem zwei Ratingagenturen die Bonitätsnote des Unternehmens gesenkt hatten und erklärten, es könne Schwierigkeiten bei der Refinanzierung von Dollar-Verbindlichkeiten bekommen. (aa)

twitterlinkedInXING

News

Institutional Money Kontakt
Logo von Institutional Money
Institutional Money
c/o FONDS professionell Multimedia GmbH, Landstrasser Hauptstraße 67, EG/Hof, 1030 Wien

Telefon: +43 1 815 54 84-0
Fax: +43 1 815 54 84-18
E-Mail: office@institutional-money.com

Redaktion Köln:
Hohenzollernring 52
50672 Köln
Telefon: +49 221 33 77 81-0
Telefax: +49 221 33 77 81-19
 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren