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Eurozone? Risiko? Welches Risiko, bitte?

Die Marktteilnehmer zeigen sich kurz nach den EU-Wahlen bezügliche allfälliger Eurozonen-Risken bemerkenswert entspannt. Das geht aus dem aktuellen Sentix Euro Break-up Index hervor. Kontaminierungseffekte aus dem Brexit-Chaos scheinen keine Rolle zu spielen.

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Wie hat sich das Eurozonen-Risiko rund um die Richtungswahl innerhalb der EU entwickelt? Den entsprechenden Chart finden Sie im nächsten Bild – bitte einfach weiterklicken ...

Die aktuelle Umfrage zum sentix Euro Break-up Index zeigte vor der EU-Wahl entspannte Anleger. Der Gesamtindex für die Eurozone reduzierte sich weiter auf 7,9 Prozent. Dies ist der niedrigste Wert seit April 2018. Auch der Sub-Index für Italien folgt diesem Trend und reduziert sich ebenfalls um 1 Prozentpunkt.

Auch wenn die Wahlen zum EU-Parlament vielfach als Schicksalswahl betrachtet wurden, hat dieses Ereignis im Vorfeld die Anleger nicht wirklich bewegt. Seit Jahresbeginn zeigt der sentix Euro Break-up Index keine größeren Ausschläge und unmittelbar vor der Wahl am vergangenen Wochenende sogar eine weiter rückläufige Grundtendenz. Der Gesamtindex markiert mit unter acht Prozent den niedrigsten Wert seit April 2018 und auch der Sub-Index für Italien, dem Land, dem die Anleger am ehesten derzeit zutrauen, die Eurozone zu verlassen, fällt auf nur noch 6,19 Prozent.

Selbst die Ankündigung von Theresa May, ihr Amt am 7.6.2019 aufzugeben, hat keinen messbaren Eindruck auf die Anleger in Sachen Euro-Stabilität gemacht. Immerhin rund die Hälfte der befragten Anleger hat sein Votum erst nach der Rücktrittsentscheidung abgegeben. Dies deutet daraufhin, dass die Investoren davon ausgehen, dass auch ein harter Brexit sowie die Haushaltspolitik in Italien derzeit eher Maßnahmen zur Stärkung des Zusammenhalts in der Eurozone begünstigt als Spaltungstendenzen.

Zur grafischen Darstellung des Index und seiner historischen Entwicklung, bitte einfach ins Bild oben, oder hier klicken. (hw)

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