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Europas Hochzinsanleihen verdienen eine Pause

In Euro notierte Hochzinsanleihen hatte einen guten Jahresstart. Von einer weiteren Einengung der Risikoprämien sollte man sich von nun an jedoch nicht mehr allzu viel versprechen, meinen die Exoerten der DWS und führen dafür gute Gründe an.

Per Wehrmann, Head of European High Yield bei der DWS
Per Wehrmann (Bild), Leiter European High Yield bei der DWS
© DWS

Anfang Januar fanden die DWS-Experten zu Recht, dass Hochzinsanleihen vor einem Comeback stünden. Sie argumentierten, dass sich die Spreads - also die Risikoprämien gegenüber Staatsanleihen -, insbesondere die der europäischen Hochzinsanleihen, zu stark ausgeweitet hätten. Per Wehrmann, Leiter European High Yield bei der DWS, merkte an, dass man in den nächsten zwölf Monaten mit einer Einengung der Spreads rechne.

Risikoprämien der europäischen High Yields gegenüber Staatsanleihen
Drei Monate später haben sich die Märkte gut erholt. Die Risikoprämie von europäischen Hochzinsanleihen, die im Vergleich zu Staatsanleihen zum Jahreswechsel bei 500 Basispunkten gehandelt wurden, sind bis heute auf 380 runtergegangen, wie der Chart zeigt. 

Auch wenn dies immer noch über dem Niveau von Anfang 2018 liegt, will Per Wehrmann nicht zu optimistisch werden: "Die Faktoren, die viele für die massive Korrektur an den Finanzmärkten Ende 2018 verantwortlich gemacht haben, sind nicht aus der Welt. Die Erholung der Wirtschaftsdaten, besonders in Europa, lässt weiter auf sich warten. Die Sorgen um den Automobilsektor sind nicht verflogen. Auf einen Durchbruch in den Handelsverhandlungen zwischen den USA und China warten die Märkte weiterhin."

Einzige große Veränderung ist eine Kehrtwende in der Geldpolitik
Der Zinserhöhungszyklus der US Federal Reserve auf "Autopilot" ist einem vorsichtigeren Ansatz gewichen. Es ist nicht mehr ausgeschlossen, dass die Leitzinsen dieses Jahr überhaupt nicht mehr erhöht werden.

Ist es langsam Zeit, Gewinne in europäischen Hochzinsanleihen mitzunehmen?
Per Wehrmann bleibt vorerst positiv, betont aber, dass er in den kommenden Monaten einen Gang zurückschalten will. Das niedrige Neuemissionsvolumen drückt zwar im Augenblick die Renditen, aber "wahrscheinlich haben wir bereits den größten Teil der Spread-Performance dieses Jahres gesehen", fügt er hinzu. (kb)

 

 

 

 

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