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Europas Hausse droht Puste auszugehen: Strategen sehen Verluste

Analysten versetzen der Zuversicht einen Dämpfer, die Europas Aktienkurse zuletzt auf den höchsten Stand seit einem Monat getrieben hat. Sie erwarten, dass der Markt das Jahr aufgrund von Coronasorgen und geopolitischen Spannungen niedriger beenden wird.

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© DenisProduction.com / stock.adobe.com

Institutionelle Investoren sollten in Erwägung ziehen, bestehendes Europa-Aktien-Exposure abzusichern. Denn von Bloomberg befragte Strategen gehen im Durchschnitt ihrer Schätzungen davon aus, dass der Börsenindex Euro Stoxx 50 Ende 2020 bei 3.192 Zählern liegen wird, was ein Minus von 5,5 Prozent gegenüber dem Handelsschluss am Mittwoch darstellen würde. Für den breiteren Stoxx Europe 600 wird mit einem Jahres-Schlussstand von 369 Punkten derweil ein Rückgang um 1,3 Prozent erwartet. Das berichtet Bloomberg.

Wieder aufflammende Sorgen über steigende Coronafälle sowie neue Spannungen zwischen den USA und China werfen Zweifel an der Beständigkeit der Rally auf, die den Euro Stoxx 50 seit seinem Tief vom März um mehr als 40 Prozent steigen ließ. Obgleich die Dynamik des Aufschwungs zuletzt an Fahrt verloren hat, erreichte der Index am Mittwoch mit der Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff ein Fünf-Wochen-Hoch, wie das nachfolgende Chartbild veranschaulicht:

Gründe für europäische Aktien
Europäische Aktien wurden in den letzten vier Wochen wieder beliebter bei den Marktteilnehmern. Grund dafür waren beispiellose Konjunkturhilfen und die Zuversicht, dass mit der Rücknahme der Lockdowns eine Konjunkturerholung einsetzt.

BlackRock, der weltweit größte Vermögensverwalter, hat seine Empfehlung für europäische Aktien kürzlich auf Übergewichten angehoben und sich damit Goldman Sachs Group, Morgan Stanley, Bank of America Corp. und Eaton Vance angeschlossen, die die Region ebenfalls optimistischer beurteilen.

Sind Fondsmanager zu spät dran?
Fondsmanager, die die frühe Phase des Aufschwungs größtenteils ausgesetzt haben, steigen laut Bloomberg nun genau zu dem Zeitpunkt ein, an dem die Strategen skeptischer werden. Die Allokationen in Euroraum-Aktien stiegen im Juli um neun Prozentpunkte auf eine Netto-Übergewichtung von 16 Prozent, wie eine Umfrage der Bank of America Corp. unter Fondsmanagern ergab. Eine so starke Zunahme der Gewichtung gab es in diesem Monat in keiner anderen Region.

Blick auf den DAX und den FTSE100-Index
Die Prognostiker gehen davon aus, dass der DAX das Jahr mit 12.132 Zählern abschließen wird, was auf einen Rückgang von 6,2 Prozent gegenüber dem Handelsschluss am Mittwoch hindeutet. Der britische FTSE 100, der aufgrund von Brexit-Sorgen und der hohen Gewichtung von Value-Aktien hinter der breiten Marktentwicklung zurückgeblieben ist, dürfte besser abscheiden: Hier rechnen die Strategen für Ende 2020 im Schnitt mit 6.262 Punkten, was nur 0,5 Prozent unter dem Mittwochsschluss liegen würde. (aa)

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