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Europäisches Private Equity erwartet hektisches Jahr mit vielen Deals

Trotz des Krieges in der Ukraine, unterbrochener Lieferketten und steigender Inflation erwartet die europäische Private-Equity-Branche ein arbeitsreiches Jahr. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die das Investment-Research-Unternehmen Third Bridge und der M&A-Spezialist Mergermarket durchführten.

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Joshua Maxey, Mitbegründer von Third Bridge und CMO (Chief Marketing Officer)
© Third Bridge

Stehen wir vor einem Anstieg der Anzahl und des Wertes der von europäischen PE-Firmen getätigten Übernahmen? In einer Umfrage, die das Investment-Research-Unternehmen Third Bridge und der M&A-Spezialist Mergermarket unter mittelgroßen PE-Firmen durchführten,  rechneten die meisten Befragten damit, dass die Zahl der von ihnen getätigten Neuakquisitionen im kommenden Jahr steigen (54 Prozent) oder gleich bleiben (32 Prozent) wird. Größere Fonds aus dem mittleren Marktsegment erwarteten eher eine Zunahme der Zahl ihrer Transaktionen: 42 Prozent der Befragten, deren letzter Fonds ein Volumen von 500 Millioneen Euro oder mehr hatte, rechnen mit einem "deutlichen Anstieg" der Zahl der von ihnen im nächsten Jahr getätigten Übernahmen (26 Prozent erwarten einen leichten Anstieg, während 26 Prozent sagen, dass sie gleich bleiben wird).

Massig vorhandenes Dry Powder kann nun eingesetzt werden
Joshua Maxey, Mitbegründer von Third Bridge, erläuterte die Ergebnisse: "Private Equity ist sehr gut darin, Zeiten der Volatilität und Marktverwerfungen zu seinem Vorteil zu nutzen. Größere Unternehmen sind dank ihrer Vorräte an trockenem Pulver und der Sichtbarkeit ihrer Transaktionspipeline im Angesicht von Widrigkeiten optimistischer.  Die Unsicherheit auf dem heutigen Markt ist offensichtlich groß, aber das bedeutet auch, dass Private-Equity-Investoren die Möglichkeit haben, eine noch größere Wertschöpfung für ihre Investoren zu erzielen."

Mehr Deals und größere Dealvolumina erwartet
Es wird nicht nur erwartet, dass die Fonds mehr Übernahmen tätigen, sondern auch, dass sie noch wertvoller werden. Insgesamt gaben 41 Prozent der Befragten an, dass sie erwarten, dass der durchschnittliche Wert ihrer Neuakquisitionen im nächsten Jahr steigen wird, wobei dieser Wert bei Unternehmen mit einem Fondsvolumen von über 500 Millioneen Euro auf 61 Prozent steigt. Etwa ein Viertel der Befragten rechnet mit einem deutlichen Anstieg und weitere 35 Prozent mit einem leichten Anstieg.

Auch Exits stehen an
43 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Zahl der von ihnen im nächsten Jahr getätigten Desinvestitionen zunehmen wird, und 31 Prozent erwarten, dass die Zahl der Desinvestitionen im Wesentlichen gleich bleiben wird.  Erneut ist eine Kluft zwischen größeren und kleineren Sponsoren zu beobachten. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Befragten, die Fonds mit einem Wert von mehr als 500 Millionen Euro vertreten, gehen davon aus, dass die Zahl der von ihnen im nächsten Jahr getätigten Veräußerungen steigen wird, darunter 26 Prozent, die mit einem deutlichen Anstieg rechnen.

Neue Märkte und Branchen ziehen die Aufmerksamkeit der größeren Fonds auf sich
Insgesamt geben 33 Prozent der Befragten an, dass sie eine Diversifizierung in neue Regionen und 30 Prozent eine Diversifizierung in neue Märkte planen.  Allerdings planen fast zwei Drittel (61 Prozent) der befragten Unternehmen mit einem Fondsvolumen von mehr als 500 Millionen Euro, im nächsten Jahr vorrangig in neue geografische Märkte zu diversifizieren, wobei 52 Prozent angaben, sich auf den Eintritt in neue Branchen zu konzentrieren. 

Langfristperspektive bei der Wertegenerierung und Unternehmensenwicklung
Joshua Maxey, Mitbegründer von Third Bridge, kommentierte die Ergebnisse mit den Worten:  "Die Aufgabe von Private Equity, Unternehmen bei der Wertschöpfung zu helfen, steht jetzt im Vordergrund. Die geringere Kontrolle durch die Investoren und der geringere Handelslärm, dem private Unternehmen ausgesetzt sind, bedeuten, dass Private Equity gut positioniert ist, um längerfristig zu investieren."

Aus Verkäufermarkt wurde ein Käufermarkt
Aber das fundierte operative Fachwissen von PE und die Fähigkeit, Unternehmen durch schwierige Zeiten zu führen, werden bald in den Vordergrund treten, meint Maxey.  Aus dem Verkäufermarkt ist nun ein Käufermarkt geworden. Diejenigen, die nach dem Rekordjahr 2021 bei der Mittelbeschaffung Kapital zur Verfügung haben, befinden sich in einer starken Position. (kb)

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