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Europäischen Logistikmärkte kennen derzeit kein Halten

Die Logistikmärkte in Europa erreichen reihenweise Bestmarken. Gestützt durch den florierenden Online-Handel und eine sprunghaft angestiegene Nachfrage durch Last-Mile-Anforderungen sind die Wachstumsaussichten weiterhin sehr positiv, sowohl aus Investment- als auch aus Nutzersicht, sagt Catella.

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 Professor Dr. Thomas Beyerle, Geschäftsführer der Catella Property Valuation GmbH und zudem Head of Group Research
© FONDS professionell

"Die sehr gute Gemengelage zieht vermehrt branchenfremde Investoren an, wobei die globalen Lieferkettenprobleme den Logistiksektor zurzeit besonders in den Mittelpunkt rücken und europäische Distributionszentren und Warenlager an Attraktivität gewinnen. Die aktuelle britische Spritkrise zeigt einmal mehr, dass die Transport-, Verkehrs- und Logistikmärkte extrem stark personalabhängig und vernetzt sind, aber auch hochanfällig für externe Schocks, wie z. B. durch die Post Brexit Phase exemplarisch aufgezeigt. Zwar wächst die Zahl der Projektentwicklungen für Logistikimmobilien stetig, insbesondere in den bereits bekannten europäischen Logistikclustern, doch steht diesem limitierten Angebot eine deutlich höhere Nachfrage gegenüber", weiß Prof. Dr. Thomas Beyerle, Geschäftsführer der Catella Property Valuation GmbH und zudem Head of Group Research.

Weiter anziehende Investmentaktivität zu erwarten
Auch wenn sich die Überrendite gegenüber anderen Assetklassen vielerorts verringert bzw. aufgelöst hat, ist aufgrund der hohen Flächennachfrage bei gleichzeitiger Angebotsknappheit mit einer weiter anziehenden Investmentaktivität zu rechnen, die sich vor allem auf die urbanen und suburbanen Räume konzentriert. Dies zeigt sich auch bei Catellas alljährlicher  Marktanalyse: eine starke Preisdynamik einhergehend mit weiter sinkenden Renditen in der Mehrzahl der 107 von aCtella analysierten europäischen Logistikregionen.

Die Renditekompression konnte nochmals an Dynamik gewinnen
• Aktuell liegt die europäische Durchschnittsrendite bei 4,98 Prozent und somit 43 Basispunkte unter dem Vorjahreswert, die Bandbreite reicht dabei von 3,3 Prozent in Berlin bis zu 8,3 Prozent in Tartu.
• Den stärksten Rückgang verzeichnete Wien mit einem Rückgang um 1,6 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent.
• Die aktuelle europäische Spitzenmiete liegt im Mittel bei 5,69 Euro/m², wobei die Bandbreite von 3,70 Euro/m² in Liège bis 16,20 Euro/m² in London reicht.
• In Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden sind die Spitzenrenditen für Logistikimmobilien mittlerweile deutlich unter die Vier-Prozent-Marke gefallen. Einzeltransaktionen sind oftmals auch nahe der Drei-Porzent-Marke zu beobachten.
• In Polen und Tschechien sind flächendeckend steigende Preise zu beobachten.
• Die höchsten Renditewerte finden sich weiterhin in den drei baltischen Ländern mit Spitzenrenditen um 7,2 Prozent.
• Die nordischen Märkte erscheinen im Vergleich zu ihren europäischen Pendants immer noch relativ günstig, wobei vor allem Kopenhagen (4,8 Prozent), Helsinki (4,7 Prozent) und Stockholm (3,75 Prozent) dynamische Renditekompressionen erfahren.
• Das europäische Logistik-Transaktionsvolumen hat sich im 1. Halbjahr 2021 mit rund 26,3 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreswert (12,7 Milliarden Euro) mehr als verdoppelt.

Fazit
Die europaweite Dynamik auf dem Markt für Logistikimmobilien spiegelt sich, bei Analyse der Variablen Transaktionsvolumina, Mieten & Renditen, in Catellas Logistik-Karte wider.  "Angebotsknappheit und Flächennachfrage manifestieren sich in breit gefächerten Renditerückgängen. Angesichts der Überlastung globaler Lieferketten, die sich auf absehbare Zeit nicht verringern dürfte, sehen wir kein Ende der dynamischen Marktentwicklung", stellt Dr. Beyerle fest. (kb)
 

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