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Europäische HY-Bonds: Hedgingkosten steigen und steigen

Eine europäisches High Yield Bond-Risikomaß ist erstmals seit Mai 2020 über 500 Basispunkte gestiegen.

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© vege / stock.adobe.com

Die Kosten für die Versicherung europäischer Hochzinsanleihen überschritten am Freitag erstmals seit zwei Jahren die Marke von 500 Basispunkten. Rasant steigenden Inflationszahlen in den USA und die zunehmend falkenhafte Haltung der Europäischen Zentralbank lösten weltweit Rezessionsängste aus, berichtet Bloomberg.

Der iTraxx Crossover - ein Risikomaß für Hochzinsanleihen - überschritt Ende vergangener Woche 500 Basispunkte, wie aus von Bloomberg zusammengestellten CBBT-Daten hervorgeht. Das letzte Mal, dass der Index über diesem Niveau lag, war im Mai 2020, merkt Bloomberg unter Verweis auf nachfolgende Grafik an:

Hedging für europäische Hochzinsanleihen wird immer teurer

Höhere Rezessionsrisiken, höhere Absicherungskosten
Diese Entwicklung spiegelt die Befürchtung wider, dass die europäische und die US-amerikanische Wirtschaft durch eine rasche geldpolitische Straffung der Zentralbanken zur Bewältigung der steigenden Inflation in eine Rezession abrutschen könnten. Dies würde das Risiko von Unternehmensausfällen erhöhen, das nach Einschätzung von S&P Global Ratings bei spekulativen Schuldtiteln bis März nächsten Jahres bereits um das Vierfache ansteigen dürfte.

Am Freitag meldeten die USA für den Monat Mai eine Inflationsrate von 8,6 Prozent, die über den Schätzungen lag. Die Händler rechnen nun mit Zinserhöhungen der Federal Reserve um drei halbe Prozentpunkte im Juni, Juli und September.

Dadurch stiegen die Risiken im europäischen Credit-Bereich, die bereits nach der EZB-Sitzung am Donnerstag zugenommen hatten. EZB-Präsidentin Christine Lagarde kündigte an, dass die Zentralbank ihr Programm zum Ankauf von Vermögenswerten am 1. Juli beenden und die Zinssätze Ende nächsten Monats um 25 Basispunkte anheben werde. Eine stärkere Anhebung im September steht im Raum, falls die aktuellen Inflationsaussichten sich nicht verbessern.

Höhere Spreads voraus?
Der Anstieg der Absicherungskosten ist möglicherweise noch nicht vorbei. Strategen von JPMorgan Chase & Co. haben in den letzten Wochen ihre Prognosen für die Spreads von Ramschanleihen in Europa von 400 auf 525 Basispunkte angehoben. Analysten der UBS Group AG gehen davon aus, dass dieser Wert in der ersten Hälfte des Jahres 2022 die 500er-Marke überschreiten wird, da sich die Spreads in Zeiten der Stagflation für gewöhnlich in einem Bereich von 500 bis 650 Basispunkten bewegen.

Dies wird laut Bloomberg News wahrscheinlich dazu führen, dass weitere Gelder aus Hochzinsfonds abgezogen werden, da die Anleger Verluste erleiden. Nach Daten von EPFR Global, die von Analysten der Bank of America zitiert wurden, beliefen sich die Abflüsse aus europäischen Anleihen in diesem Jahr bisher auf 22,4 Milliarden Dollar. Ein Index, der die Renditen europäischer Hochzinsanleihen abbildet, ist seit Jahresbeginn um 8,72 Prozent gesunken, wie von Bloomberg zusammengestellten Daten zeigen. (aa)

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