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Europäische Bankaktien zu Jahresbeginn stark gesucht - aus gutem Grund

Investoren in europäische Bankaktien könnten nach schmerzhaften Jahren endlich eine kleine Belohnung erhalten. Die zehn größten börsennotierten Kreditinstitute im Euroraum dürften nach jahrelangen Zunahmen ihrer Kapitalanforderungen 2020 eine Stabilisierung verzeichnen.

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© fotolia

Dies könnte Spielraum für höhere Dividenden und Rückkäufe schaffen und die Bankaktien anschieben, die in acht der letzten zehn Jahre hinter dem breiteren Markt zurückgeblieben sind, berichtet Bloomberg News.

Eingependelte Kernkapitalanforderungen 
Common Equity Tier One-Anforderungen an die Top 10-Banken der Eurozone kommen zum Stillstand. Das eröffnet Chancen für höhere Dividenden und Aktienrückkäufe.

Nach der Finanzkrise von 2008 zwangen die Aufsichtsbehörden weltweit die Banken, mehr Kapital vorzuhalten, um Verluste auszugleichen und die Steuerzahler bei einer Rettung nicht mehr in Anspruch nehmen zu müssen. Das hat die Banken stärker gemacht, hatte aber negative Effekte für Anleger, weil die Kreditinstitute mehr Gewinne zur Stärkung ihrer Rücklagen einbehielten statt diese an die Aktionäre auszuschütten.

UniCredit macht den Anfang
Jetzt sagen Banken wie UniCredit, dass sie in der Lage seien, die Dividenden zu erhöhen und Aktien zurückzukaufen. Zwar haben andere angesichts negativer Zinsen und internationaler Handelskonflikte Schwierigkeiten, den Gewinn zu steigern. Aber auch ihre Finanzkraft verbessert sich, so dass sie möglicherweise dem italienischen Geldhaus folgen werden. Der Deutschen Bank zufolge wird die jüngste Umstrukturierung der Bank ermöglichen, ab 2022 den Investoren fünf Milliarden Euro über Aktienrückkäufe und Dividenden zukommen zu lassen. In der Zwischenzeit wird sie weder für 2019 noch für 2020 eine Dividende zahlen.

Wiedererstarkte Geldinstitute
Die meisten Top-Banken der Eurozone übererfüllen ihre Kernkapitalanforderungen deutlicher als zuletzt

Geänderte Berechnungsgrundlagen als Herausforderung
Die Banken sehen sich im laufenden Jahrzehnt immer noch mit Herausforderungen beim Kapital konfrontiert, da die Aufsichtsbehörden einen Großteil der Berechnungsgrundlagen für die Anforderungen ändern. Diese Belastung wird jedoch gemildert, indem es ihnen erlaubt wird, einige dieser Anforderungen über Fremdkapital statt mit teurem Eigenkapital zu erfüllen. (kb)

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