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Europäische Assets vor Neubewertung

Der deutsch-französische Vorschlag eines EU-Wiederaufbaufonds zur Bekämpfung der Corona -Pandemiefolgen wurde dankbar von der EU-Kommission aufgegriffen und soll sogar von dem ursprünglich geplanten Volumen von 500 Milliarden Euro auf 750 Milliarden Euro aufgestockt werden.

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Vor allem Aktien von Versicherungen und (Nachrang-) Anleihen von Banken haben es Dr. Ernst Konrad, Geschäftsführer Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement, gegenwärtig angetan.
© Eyb & Wallwitz

Dieser Fonds wird über die Ausgabe von Anleihen finanziert und nicht mehr über das EU-Budget, d.h. die EU tritt als eigenständiger Emittent auf und nicht mehr nur die einzelnen Mitgliedstaaten. Damit sei der Einstieg in eine „Fiskalunion light" vollzogen, sagt Dr. Ernst Konrad, Geschäftsführer Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement. 

Fiskalunion light ist Faktum
„Die Ergänzung des monetären Transfersystems über die EZB durch eine Fiskalunion eröffnet erstmals seit 2010 eine wirkliche Chance, den Risikoaufschlag für europäische Assets, der die Furcht vor einem Zerfall der Eurozone widerspiegelt, nachhaltig zu reduzieren", so Konrad weiter. Hinzu kommt, dass die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone und in noch stärkerem Ausmaß die Kurse europäischer Aktien hinter den USA und Asien zurückgeblieben sind. Die Erwartungen und die Aktienquoten sind jeweils gering, die Kurse dementsprechend günstig. Also insgesamt ein idealer Nährboden für eine Aufholbewegung gegenüber der restlichen Welt. Europäische Assets sind reif für eine Neubewertung."

Europäische Assets könnten nach vorne kommen, Valie im Speziellen
Eine weniger krisenanfällige Eurozone werde sich prinzipiell positiv auf die Bewertung aller europäischen Assets auswirken. Besonders würden aber die Anlageklassen profitieren, bei denen die Auswirkungen eines Zerfalls der Eurozone bisher als besonders gravierend eingeschätzt wurden, d.h. Aktien und Anleihen aus Südeuropa, Finanzwerte und konjunkturabhängige, stark auf Europa fokussierte Sektoren, die typischerweise aus dem „Value"-Segment stammen. Value-Aktien seien seit der Finanzkrise deutlich hinter der Entwicklung des Gesamtmarktes zurückgeblieben. Eine nachhaltige Gegenbewegung hänge  allerdings auch an der Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds.

Eyb & Wallwitz erachtet den Finanzsektor für attraktiv
Da die Aussichten aber selten so unklar wie heute gewesen seien – die Economic Surprises haben sich zwar von ihrem historischen Tief gelöst, die Erholung ist aber zum Stillstand gekommen – gebe es attraktivere Investitionsmöglichkeiten. „Besonders der Finanzsektor hat es uns angetan, vor allem Aktien von Versicherungen und (Nachrang-) Anleihen von Banken", so Konrad. (kb)
 

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