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Euroland-Inflation ist wieder auf dem Rückzug: Hält Draghi dagegen?

Die Inflationsrate fällt einer vorläufigen Schätzung zufolge im November von 2,2 Prozent auf 2,0 Prozent. Die Kernrate fällt von 1,1 Prozent auf nunmehr 1,0 Prozent. Der Rückgang der Inflationsrate wäre ohne gewisse Sondereffekte sogar stärker ausgefallen.

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In seinem letzten Amtsjahr ist sein Können gefragt wie eh und je: EZB-Präsident Mario Draghi
© Peti Kollanyi / Bloomberg

In Teilen der Eurozone geriet der Nachschub von Öl und Treibstoff ins Stocken und hielt die Energiepreise auf relativ hohem Niveau. Hintergrund ist das Niedrigwassers in den Flüssen und die damit nur eingeschränkt funktionierende Binnenschifffahrt, was wiederum Lieferketten im Energiebereich zum Erlahmen brachte. Aber auch ohne die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise ist die Teuerung auf Rückzugskurs.

Mit der Reflationierungspolitik, die die EZB verfolgt, scheint es nicht weit her zu sein 
Die derzeitige Gemengelage ist für die EZB alles andere als angenehm, schreibt Dr. Thomas Gitzel (Bild rechts), Chefökonom der VP Bank Gruppe, in seinem aktuellen Kommentar. Die Teuerungsentwicklung habe ihren vorläufigen Zenit überschritten, und die Konjunktur kühle sich bereits merklich ab.

Deutschland verbuchte im dritten Quartal sogar einen BIP-Rückgang
Mario Draghi möchte zum Jahresende 2018 aber die monatlichen Wertpapierkäufe einstellen. In Anbetracht der Datenlage werde dies zu einem schwierigen Unterfangen, meint Gitzel. Da der EZB aber aufgrund ihrer selbstauferlegten Restriktionen das Aufkaufmaterial ausgehe, sei  ein Stopp der Käufe fast schon unumgänglich. Mario Draghi werde also trotz aller Widrigkeiten einen Schlusspunkt setzen.

Soll es der TLTRO richten?
Im Bedarfsfalle könnte die EZB, wie bereits vielerorts spekuliert wurde, zur Kompensation ein langfristiges Refinanzierungsgeschäft in Aussicht stellen. "Eines steht jedenfalls fest", sagt Gitzel "Im Notfall war auf die geldpolitische Kreativität von Mario Draghi stets Verlass. Der Magier und siene Zauberkiste sind also wieder einmal gefragt. (kb)

 

 

 

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