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ETF Securities über Gold, Silber, Palladium, Platin und Öl

2018 werden Investoren mit klassischen Rohstoffen nur wenig Performance machen. Aussichtsreicher seien laut ETF Securities Metalle wie Lithium, Kobalt und Seltene Erden.

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James Butterfill, ETF Securities: "Mit einer wachsenden globalen Mittelschicht, gepaart mit dem Aufstieg der Automatisierung, wird eine Litanei schwer auszusprechender Materialien wie Yttrium und Praseodym ihre zentrale Rolle in unserem modernen Lebensstandard weiter festigen.”


 
© ETF Securities Ltd.

"Die Rohstoffsektoren tendieren dazu, strukturellen Veränderungen in Technologie und Wachstum zu folgen: Die Landwirtschaft machte im 18. Jahrhundert den Großteil des Rohstoffmarktes aus, Stahl und Kohle während der anschließenden industriellen Revolution. Öl und Petroleum standen im vergangenen 20. Jahrhundert unangefochten an erster Stelle. Wir stehen jetzt an einem Wendepunkt zugunsten einer neuen Rohstoffgeneration, deren Nachfrage durch die Verflechtung von Technologien im Bereich Energieeffizienz, Automatisierung und Klimawandel angetrieben wird. Solche Rohstoffe sind unter anderem Lithium und Kobalt, die beide für die Batterieherstellung unerlässlich sind. Bereits 2017 erfuhren diese beiden Rohstoffe Preiserhöhungen“, schreibt James Butterfill, Head of Research and Investment Strategy bei ETF Securities, in einer aktuellen Marktanalyse.

Die genannte Bedeutung selbstfahrender Autos und der Automatisierungstechnik würde die Nachfrage nach Lithium und Kobalt weiter anfeuern. Demgegenüber könnten sich im kommenden Jahr die Mainstream-Rohstoffe weniger gut entwickeln. ETF Securities glaubt, dass Gold im Jahr 2018 im Großen und Ganzen stagnieren wird und der Zermürbungskrieg zwischen der OPEC und den USA die Aufwärtsbewegung des Öls limitieren wird.

Gold verliert an Glanz
Höhere Nominalzinsen, eine steilere Zinsstrukturkurve und der daraus resultierende stärkere US Dollar seien wahrscheinlich Hindernisse für einen signifikanten Anstieg des Goldpreises.

ETFS Securities geht davon aus, dass die Fed ihre Politik weiter straffen wird, glaubt aber, dass die Abwärtsrisiken für den Goldpreis trotzdem begrenzt seien, da die Realzinsen aufgrund der zunehmenden Inflation in den USA weiterhin auf niedrigem Niveau bleiben werden. Per Saldo geht ETF Securities für das kommende Jahr nur eine geringe Veränderung des Goldpreises aus.

Indes geht ETF Securities davon aus, dass der Silberpreis unter seinem fairen Wert liegt und sich - gestützt durch die industrielle Nachfrage von Solarmodul- und Fahrzeugherstellern - gut entwickeln wird.

Palladium ist im Jahr 2017 im zweistelligen Prozentbereich gestiegen und war einer der am besten performenden Rohstoffe, der somit zum ersten Mal seit 16 Jahren sogar Platin übertreffen konnte. ETF Securities zufolge wird die Outperformance von Palladium 2018 nicht anhalten, ebenso wenig wie der derzeitige hohe Preisabschlag von Platin auf Gold, was zum Teil an den Schmuckkonsumenten liege, die auf das relativ billige Platin umsteigen.

Öl mit wenig Potenzial
Das Basisszenario von ETF Securities in puncto Öl ist ebenso eine unspektakuläre Performance. Das Patt zwischen den USA und der OPEC wird keine signifikanten Angebotsreduzierungen zur Folge haben und die derzeitige Überschwemmung am Ölmarkt werde anhalten.

Laut ETF Securities sei die Strategie der OPEC, die US-Produktion aus dem Markt zu drängen, gescheitert. Die US-Produktion werde 2018 voraussichtlich Rekordniveau erreichen und damit den Zyklushöchststand vor dem Preiskampf 2014 und die 10-Millionen-Barrel-Marke von 1970 übertreffen. Es gäbe kaum Anzeichen dafür, dass die Backwardation in den Futures-Kurven die US-Produktion an der Expansion hindern werde. (aa)

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