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Eskalation in Italien: Parallelwährung als nächster Schritt?

Die Gefahr, dass Italien bald eine Parallelwährung zum Euro einführt und damit eine neue Euro-Krise provoziert, wird stark unterschätzt. Zu dieser Einschätzung gelangt das FERI Cognitive Finance Institute.

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Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des Instituts
© Feri

„Der aktuelle Budget-Streit Italiens mit der EU ist Teil einer größeren Inszenierung; diese wird von der italienischen Regierung gezielt aufgeführt und eskaliert“, sagt Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des Instituts. Um sich finanziell Luft zu verschaffen, aber auch als mögliche Vorstufe eines Euro-Austritts, könnte Italien bald eine Parallelwährung einführen. „Dieser Schritt wäre extrem gefährlich und könnte im Euro-Raum eine massive Krise heraufbeschwören“, warnt Rapp.

Detailliertes Konzept liegt in der Schublade der italienischen Regierung
Zunächst würde der italienische Staat Schuldverschreibungen in kleiner Stückelung herausgeben, so genannte Mini-BOTs. Diese wären im inländischen Geldverkehr als alternatives Zahlungsmittel zugelassen. „Die Regierung hätte damit eine Art Parallelwährung und könnte ohne Rücksprache mit der EZB neues Geld in Umlauf bringen“, betont Rapp. Damit schaffe Italien – zusätzlich zu rund 500 Milliarden Euro negativem TARGET-Saldo – eine weitere massive Drohkulisse gegenüber EZB und EU-Kommission. Zugleich schütze sich Italien so gegen mögliche monetäre Sanktionen der EZB: „Italien hat aus der letzten Euro-Krise gelernt und will unbedingt ein Verlierer-Szenario à la Griechenland vermeiden“, betont Rapp.

Unterschätztes Risiko
„Die Risiken dieser Entwicklung werden bislang noch völlig unterschätzt, auch an den Finanzmärkten“, betont Rapp. Italien sei zwar schon immer Haupt-Risikofaktor der fragilen Euro-Zone gewesen. Dieses Risiko erhöhe sich nun jedoch weiter, da Italien sogar starke Verwerfungen an den Finanzmärkten bewusst einkalkuliere. „Ein weiterer Zinsanstieg bei Staatsanleihen dient Italiens Regierung als Signal an die eigene Bevölkerung, dass nur noch ein harter Befreiungsschlag helfen kann“, mutmaßt Rapp. Damit wäre der Weg frei zu einer Einführung der Mini-BOTs sowie zu weiteren Verschärfungen. Italien bleibe somit eine gefährliche Zeitbombe, die den Euro-Raum noch massiv schädigen könne, so das Fazit der Experten.

Das FERI Cognitive Finance Institute hatte in einer Analyse zum „Zukunftsrisiko Euro Break Up“ bereits vor Monaten auf Italien als Hauptrisiko für die Zukunft des Euro hingewiesen. (kb)

 

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