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Finanzmarkt-Ausblick 2020

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Es lebe die Divergenz!

Die Stimmung in Deutschland ist deutlich schlechter als in Frankreich. Das hat Auswirkungen, auch an den Aktienmärkten, wie ein Vergleich zeigt.

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© GrafKoks / stock.adobe.com

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich deutlich verschlechtert. Der wohl bekannteste Maßstab dafür ist der vom Münchner ifo Institut erhobene ifo Geschäftsklimaindex. Wie der untenstehende Chart illustriert, hält der Rückgang der Beurteilung der Geschäftslage nun schon ein Jahr lang an. Mittlerweile ist der Stimmungsindikator in Bereiche gefallen, die zuletzt 2012 zu beobachten waren, also zum Höhepunkt der Eurokrise.

Geschäftsklimaindizes divergieren deutlich
Das französische Pendant zum ifo Index, der vom INSEE Institut erhobene Geschäftsklimaindex, zeigte über Jahre hinweg einen parallelen Verlauf zum ifo. Aktuell hingegen divergieren die Indizes. Jenseits des Rheins ist Stimmung zwar ebenfalls schlechter als vor zwei Jahren, seit Anfang 2019 ist jedoch wieder eine Verbesserung zu beobachten.

Quelle: Bloomberg, DWS Investment GmbH; Stand 01.10.2019

Wie ist das zu erklären?
Die deutsche Wirtschaft steht von zwei Seiten unter Beschuss, weiß die DWS Group. Zum einen sei die hohe Exportabhängigkeit in Zeiten des globalen Handelskonflikts von Nachteil. Darüber hinaus schwächle der Industriesektor auf der ganzen Welt. Wie man schon im Mai gezeigt habe, sei der Beitrag der Industrie zur gesamten Wertschöpfung in Frankreich im Vergleich zu Deutschland weniger als halb so hoch. Dafür sei in Frankreich der öffentliche Sektor von deutlich größerer Bedeutung. In Zeiten einer schwächelnden globalen Nachfrage stabilisiere das kurzfristig, während man längerfristig durchaus differenzierter Meinung sein könne.

Französische Aktien seit Anfang 2018 deutlich voran
Die unterschiedlichen Schwerpunkte in der Wirtschaft reflektieren sich auch am Aktienmarkt. Seit Anfang 2018 liegt der französische CAC 40 um mehr als 15 Prozent vor dem DAX, seinem deutschen Pendant (ex. Dividenden). (kb)

 

 

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