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Erster Austro-Green-Bond noch dieses Jahr möglich

Österreich arbeitet an der ersten "Grüne Anleihe". Investoren sollen sich damit an der Finanzierung der Klimawende beteiligen können.

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© Monthira / stock.adobe.com

Die Oesterreichische Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) bereitet sich auf die Ausgabe des ersten "Green Bond" für Österreich vor. Möglich sei der Herbst diesen Jahres, wird Alfred Lejsek, Leiter der Gruppe "Finanzmärkte" im Finanzministerium im Rahmen eines "Sustainable Finance Summit" von der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf die APA zitiert.

Später relativierte das Finanzministerium den Zeitplan. Dieser müsse erst erarbeitet werden. Für die erste grüne Anleihe seien noch Vorarbeiten nötig, so Lejsek. Geklärt werden müssen demnach noch Eckpunkte wie das Finanzierungsvolumen und die Mittelverwendung. Konkrete Aussagen zu einem Zeitrahmen seien verfrüht.

"Beteiligung an der Klimawende"
Fest steht, dass die türkis-grüne Koalition in ihrem Arbeitsübereinkommen vom Jänner die Ausgabe von grünen Anleihen angekündigt hat. Damit soll ein Beitrag zur Lösung der Klimakrise geleistet werden. "Die Bundesregierung bekennt sich zur Auflage von Green Bonds durch die ÖBFA. Institutionelle Investoren und die Bevölkerung können sich damit an der Klimawende beteiligen", heißt es im Regierungsprogramm.

Darin erklärt die Regierung auch, sie wolle auf Europaebene erreichen, dass Banken weniger Eigenkapital vorhalten müssen, wenn ihre Kredite "effektiv" zu einer klimaneutralen Wirtschaft beitragen. Zu diesem "Green Supporting Factor", der die Vergabe grüner Kredite ankurbeln soll, ist die Expertenwelt gespalten. So auch Lejsek: "zwei Herzen wohnen in meiner Brust", wird er dazu zitiert. Wenngleich "grüne" Projekte gefördert werden sollten, dürfe man die Risikoaspekte nicht außer Acht lassen.

Im Sommer werde die EU ihre Bankenregulierung überarbeiten. Dann werde man sehen, ob eine derartige Regelung in die EU-Standards aufgenommen werde. (eml)

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