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Erneuerbare-Energien-Investments: Talanx kauft weiteren Solarpark

Kurz nachdem bekannt wurde, dass die Talanx-Gruppe einen Solarpark in Spanien erwarb, hat die Assekuranz erneut auf der iberischen Halbinsel zugeschlagen. Der Zukauf hat gute Gründe.

Dr. Peter Brodehser, Head of Infrastructure Investments der Talanx
Dr. Peter Brodehser, Head of Infrastructure Investments der Talanx
© Talanx

Die Kraft der Sonne in Rendite umwandeln. Davon profitieren will auch die Talanx-Gruppe. Diese hat einen weiteren Solarpark in Spanien gekauft. Verkäufer ist die BayWa r.e. renewable energy GmbH, ein Unternehmen der BayWa Gruppe, der Talanx im Juni 2019 bereits die Betriebsführung für ihr Onshore-Windpark-Portfolio übertragen hatte. Über diesen Deal informieren die Gesellschaft per Aussendung.

Solarpark braucht keine staatliche Unterstützung
Der 50 MWp-Solarpark (Megawatt Peak) befindet sich nahe Sevilla und wird zu Beginn dieses Jahres an das Stromnetz angeschlossen. Es werden dann rund 30.000 Haushalte mit Strom versorgt werden können. Der Solarpark zählt wie der im Dezember von Talanx gekaufte spanische Solarpark Bienvenida zu den ersten Sonnenkraft-Anlagen in Europa, die komplett ohne Einspeiseförderung auskommen. Die Talanx setzt mit diesem Engagement ihre Investitionen in alternative Assets kontinuierlich fort, um das Anlageportfolio auch im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsstrategie weiter zu diversifizieren. So profitiert die Talanx von Sonne und Wind gleichermaßen und gewährleistet mit dem Projekt wiederholt eine nachhaltige Energiegewinnung.

Weitere Risikostreuung
„Wir freuen uns, dass unser Kauf dieses Solarparks von unserem Kooperationspartner BayWa r.e. erfolgt. Das unterstreicht unsere bisher sehr gute Zusammenarbeit“, sagt Dr. Peter Brodehser, Head of Infrastructure Investments der Talanx. „Dadurch, dass der Solarpark ebenfalls in unser Eigentum übergeht, haben wir auch hier die Möglichkeit, direkt an der Geschäftsentwicklung zu partizipieren. Zum anderen diversifizieren wir weiter unser Risiko in der Kapitalanlage alternativer Investments und gewährleisten eine nachhaltige Energiegewinnung, ohne den Stromverbraucher zusätzlich zu belasten.“

Bislang hat Talanx rund 220 Millionen Euro als Fremdkapital zur Finanzierung von Solarparks zur Verfügung gestellt und verfügt über Eigenkapitalinvestments in Onshore-Windkraftprojekte mit einer Gesamtleistung von 300 MW. „Indem wir nach dem Kauf des spanischen Solarparks Bienvenida (180 MW) im Dezember letzten Jahres jetzt wiederholt in einen Solarpark (50 MW) investieren, bauen wir diese Anlageklasse komplementär zu Windenergie kontinuierlich aus“, erläutert Brodehser. „Gerade die spanischen Solarparks sind aufgrund der hohen Sonnenstrahlung eine hervorragende Alternative zu unseren Onshore-Windparks“, fügt er hinzu. Dieses Engagement zahlt auch auf das strategische Ziel der Talanx ein, ihre Investments in Infrastruktur und erneuerbare Energien in den kommenden Jahren auf fünf Milliarden Euro zu verdoppeln.

Ambitionierte Ziele
Insgesamt hat die Gruppe, welche im November die von den Vereinten Nationen unterstützten Principles for Responsible Investment (PRI) unterzeichnet und sich damit zur nachhaltigen Kapitalanlage verpflichtet hat, bereits mehr als 2,2 Milliaren Euro in Infrastruktur und erneuerbare Energien investiert – davon mehr als 1,3 Milliarden Euro direkt in erneuerbare Energien (Wind und Solar). Damit zählt sie innerhalb der deutschen Versicherungsbranche laut eigenen Angaben zu den führenden Investoren und Betreibern von erneuerbaren Energieanlagen.

Die neue Nachhaltigkeitsstrategie legt fest, dass die Talanx Gruppe in Deutschland ab dem Jahr 2019 zu 100 Prozent CO2-neutral sein wird, ein führender Versicherer von erneuerbaren Energien werden sowie bis 2038 vollständig aus Kohle ausgestiegen sein soll. In den Nachhaltigkeitszielen ebenfalls verankert sind die Themen „Bildung & Diversität“, „Klimaschutz“ und „Nachhaltiges Wirtschaften“. (aa)

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